Oldenburg Zwei Welten treffen an diesem Sonntag um 16 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Maastrichter Straße aufeinander. Das Nachholspiel zwischen SV Ofenerdiek und SV Wilhelmshaven ist nicht nur das Duell eines um den Klassenerhalt ringenden Schlusslichts mit einem um die Meisterschaft kämpfenden Spitzenreiter. Es ist auch das Duell des sich um den Bratwurst-Verkauf sorgenden Aufsteigers mit dem auf einen früheren Nationalspieler bauenden Ex-Regionalligisten.

Prominente Verstärkung

„Wir hätten natürlich viel lieber bei uns in Ofenerdiek gespielt, aber unser Platz ist gesperrt“, sagt SVO-Teammanager Arno Erdmann und beschäftigt sich nicht vordergründig damit, dass auf der anderen Seite David Odonkor sein erstes Pflichtspiel für den Tabellenführer machen soll.

„An der Lagerstraße haben wir eine Tribüne, außerdem können wir den Zuschauern Bratwürste und Getränke anbieten. Aber bei dem engen Spielplan wollen wir die Spiele auch zügig durchziehen“, hat sich Erdmann mit dem Wechsel auf den Platz an der Maastrichter Straße abgefunden.

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Der SVO (15 Spiele, 13 Zähler) braucht angesichts von fünf Punkten Abstand zum rettenden Ufer Zählbares, um drinzubleiben. Die Jadestädter (16, 35) wollen mit aller Macht wieder in die Landesliga aufsteigen und scheuen offenbar keine Kosten. Vor der Saison war schon Hugo Magouhi von Regionalligist VfB verpflichtet worden. Im Winter wurden der offensive Ex-Nationalspieler Odonkor (36, hatte seine Profi-Karriere vor einiger Zeit beendet) und der defensive Norman Jakubowski (27) vom insolventen Regionalligisten SG Wattenscheid geholt.

Wie schnell ist Odonkor?

Das Duo trainiert nicht mit der Mannschaft, soll aber bei allen Punktspielen auflaufen. Jakubowski war bei den letzten Vorbereitungspartien regelmäßig dabei. Odonkor hatte beim 3:2 im ersten Test gegen Aurich aus der parallelen Bezirksliga I das 2:0 erzielt.

„Ich bin froh, wenn wir 18 Uhr am Sonntag haben und das Spiel hinter uns liegt“, sagt Erdmann und meint damit nicht den Odonkor-Wirbel, sondern vielmehr den Aufwand rund um die Verlegung an die Maastrichter Straße.

Die Schaulustigen, die sich anschauen möchten, wie viel Odonkor von der Schnelligkeit eingebüßt hat, die ihn bei der WM 2006 berühmt gemacht hat, müssen auf die Bratwurst zum Fußball verzichten. „Wir nehmen nur ein paar Kisten Bier und Cola mit, weil der Aufwand sonst einfach zu groß ist“, erklärt Erdmann.

Der Bratwurst-Frust dämpft die große Odonkor-Lust.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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