Stadtfest
...und Oldenburg dreht durch

Was passiert, wenn der Fassbieranstich nicht klappt? Nach drei gezielten Schlägen erübrigte sich die Frage.

Bild: Sascha Stüber
Das Getränk mundet: Viele Besucher des Marktplatzes nutzten die Gelegenheit, nach dem Fassbieranstich mit einem Freibier den Durst zu löschen – für viele ein guter Auftakt zu einer langen Partynacht.Bild: Sascha Stüber
Bild: Torsten von Reeken
Schüler der Oberschule Alexanderstraße hatten am Plakatwettbewerb für das Stadtfest teilgenommen. Dafür bekamen sie Gutscheine für „Kochen am Schloss“.Bild: Torsten von Reeken
Bild: Torsten von Reeken
Aber bitte mit Bowle: Einen fruchtigen Start ins Stadtfest gönnte sich diese Damenrunde.Bild: Torsten von Reeken
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Oldenburg „Ich habe schlecht geschlafen“, gibt Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler offen zu. Von jeher ist es Tradition, dass der Oberbürgermeister das erste Fass zum Stadtfest ansticht – und nun ist Jürgen Krogmann ausgerechnet jetzt aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Seine Vertreterin muss einspringen. Was also, wenn der Hahn trocken bleibt? Muss der Oldenburger liebste Party dann ausfallen?

Drei vergleichsweise sanfte, aber dennoch gezielte Schläge mit dem Hammer später gibt es Entwarnung: Bier läuft – und damit das Stadtfest auch. Der tiefe Schluck aus dem übergroßen Glas schmeckt der Bürgermeisterin nach der Aufregung umso besser. Bleibt für sie nur noch herauszufinden, ob der von ihr auf der Bühne offengelegte Musikgeschmack („Howard Carpendale“) irgendwo in dem umfangreichen Drei-Tages-Programm wiederzufinden ist.
Die Einzelhändler im Bereich der Haarenstraße stimmen indes die Innenstadt-Besucher schon seit dem Nachmittag ökonomisch auf die tollen Tage ein. Ihre „Stadtfest-Schnäppchen“ in den zahlreichen Pavillons vor den Geschäften erfreuen sich bereits weit vor der offiziellen Eröffnung großen Interesses. Die Angebote eines Spielwarenhandels finden das besondere Interesse des furchterregenden, wenn auch etwas schüchternen Drachen Benno (4), der von seiner Mutter Steffi Eberhard begleitet wird.

In den Imbiss- und Getränkebuden gilt es zum Start noch, sich die Zeit zwischen Standaufbau und Ausschankbeginn noch möglichst kurzweilig zu gestalten. Brotverkäufer Timo Heiland nutzt sie, indem er mit drei Jonglierbällen seine Hand-Auge-Koordination trainierte.

Training der etwas anderen Art absolviert auch eine Polizeistreife, die der Müllabfuhr den Weg durch die Innenstadt zum Abtransport der Gelben Säcke bahnt. Dort, wo der Müllwagen nicht mehr hinkommt, etwa in der Achternstraße, packen die Gesetzeshüter bisweilen kurzerhand mit an und bringen die Säcke zum wartenden Fahrzeug.

Warten muss am Julius-Mosen-Platz auch Hanno Moritz aus Oldenburg auf seine Freunde, mit denen er sich zum gemeinsamen Stadtfest-Bummel verabredet hat. Die passende Sitzgelegenheit bieten ihm dafür die Beton-Poller, die zum Schutz vor möglichen Amokfahrern zur Ofener Straße hin aufgestellt wurden. Die Zeit vertreibt er sich damit, dem Soundcheck der Lokalmatadoren „Der Holzfäller & Band“ zu lauschen.

Dann fällt der Hammer. Dreimal. Das Bier läuft, das Stadtfest auch. Und Oldenburg dreht ein bisschen durch.

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