Oldenburg Alte Besen fegen gut – so lautet ein altbekanntes Sprichwort, dass auch im Zusammenhang mit zwei für die Wahl der Oldenburger Sportler des Jahres 2018 nominierte Routiniers immer wieder benutzt wird. Baskets-Ikone Rickey Paulding und OTB-Ass Nicolai Popal fegen aber nicht nur gut, sie saugen den Erfolg förmlich auf. Oldenburgs Vorzeige-Basketballer und der Tischtennis-Perfektionist vom OTB waren im vergangenen Jahr (fast) unschlagbar gut und haben sich die Nominierung verdient.

WM-Bronze in Las Vegas

Popal war und ist ein Garant für den Höhenflug beim OTB. In der vergangenen Saison machte er in der Landesliga etwa die Hälfte der Spiele mit und lieferte die blitzsaubere Bilanz von 20:0 Siegen im Einzel und 10:0 im Doppel ab. Nach dem Aufstieg in die Verbandsliga ist der ehemalige Erstliga-Spieler, der in Berlin wohnt, auch ein Dominator: 17:0 Erfolge im Einzel bei nur zwei verlorenen Sätzen und eine 10:0-Bilanz im Doppel.

Infos zum Modus der Wahl der Oldenburger Sportler des Jahres

Auch bei der 28. Auflage der Wahl der Oldenburger Sportler des Jahres, die erneut von NWZ und Stadtsportbund mit Unterstützung der Oldenburgischen Landesbank (OLB) durchgeführt wird, werden nur komplett ausgefüllte Coupons bzw. Stimmkarten, die bis zum Einsendeschluss (Montag, 18. März) eingehen, berücksichtigt. Wiederum kann auch bequem auf der Seite zur Sportlerwahl im Internet abgestimmt werden.

Der Wahlcoupon wird mehrmals im Rahmen der Vorstellung aller Kandidatinnen und Kandidaten in der NWZ abgedruckt. Stimmkarten liegen in der Geschäftsstelle des Medienhauses (Peterstraße 28-34) aus und können zum Beispiel in den Vereinen verteilt werden.

Jeder darf nur einmal – ob online oder auf anderem Wege – seine jeweiligen Favoriten küren.

Coupons und Stimmzettel können per Post unter dem Stichwort „Sportler des Jahres 2018“ an die Nordwest-Zeitung, Peterstraße 28-34, 26121 Oldenburg, sowie auch per Fax (0441/9988-2121) gesendet oder direkt in der Geschäftsstelle abgegeben werden.

Mehr Infos und die Möglichkeit zur Online-Wahl unter www.nwzonline.de/sportlerwahl-oldenburg

Der drahtige 54-Jährige lebt von seiner Sicherheit und seinem taktisch klugen Blockspiel, aber auch von seiner Fitness. Popal läuft viel und betreibt Kettlebell-Training, um sich fit zu halten. „Früher war es mehr Ausdauersport mit Marathon und auch längeren Distanzen, heute ist es eher Schnellkraft und Schnelligkeit“, erklärt er.

2016 war der Kurznoppenspieler zunächst nur für den Senioren-Bereich zum OTB gewechselt. Ohne Einzelniederlage gewann er 2017 mit der Ü-50-Auswahl die Niedersachsenliga und die Deutsche Meisterschaft und verteidigte im vergangenen Jahr unter anderem mit den Kollegen den DM-Titel.

Ein weiterer Höhepunkt 2018 war die Senioren-Weltmeisterschaft in Las Vegas, bei der Popal in die Runde der besten 32 einzog und im Doppel mit Wang Yansheng die Bronzemedaille holte. Wettbewerbsübergreifend hat er in Mannschaftsspielen des OTB eine Bilanz von 81:3 Einzel-Siegen erreicht. In der nationalen Rangliste steht Popal auf Platz 127, betrachtet man nur die Spieler des Jahrgangs 1964 und älter dann ist er sogar Vierter.

Um gut auf seine Spiele in der Verbandsliga vorbereitet zu sein, schaut er sich auch häufig Videos seiner kommenden Gegner an, um deren Stärken und Schwächen zu analysieren. So konnte den Analytiker bisher kein Kontrahent überraschen. Alles andere als die beste Bilanz der Liga und ein Aufstieg mit dem OTB erscheint unwahrscheinlich.

Bärenstarke Auftritte

Amtierender Sportler des Jahres ist Rickey Paulding, der auch dieses Mal wieder nominiert wurde. Der inzwischen 36-jährige US-Amerikaner ist bei den EWE Baskets noch immer unverzichtbar. Die Punktrunde der Saison 2017/18 schloss der Basketball-Bundesligist, den Paulding seit Jahren als Kapitän anführt, auf Platz sieben ab.

In der ersten Playoff-Runde war der Tabellenzweite Alba Berlin der Gegner. Zwar setzte sich der Favorit aus der Hauptstadt letztlich mit 3:2 Siegen durch, Paulding hatte mit bärenstarken Auftritten aber großen Anteil daran, dass die Oldenburger zwei Heimsiege einfuhren und damit ein fünftes entscheidendes Spiel in Berlin erzwangen.

In jener Partie, die die Oldenburger mit 68:85 verloren, ließ Paulding auf seine Art den Frust über die sich anbahnende Niederlage hinaus: Der Routinier schnappte sich den Ball, zog locker an mehreren Gegenspielern vorbei und stopfte den Ball spektakulär durch den Ring – der US-Amerikaner antwortet eben gern auf sportliche Weise.

In der zweiten Jahreshälfte 2018 lief es für Paulding und die Baskets in der Bundesliga-Hinrunde hervorragend. Die Mannschaft eilte von Sieg zu Sieg und schob sich bis auf den zweiten Tabellenplatz vor. Großen Anteil daran hat – natürlich der seit 2007 in Oldenburg spielende Small Forward. Er kommt in der laufenden Saison auf eine durchschnittliche Einsatzzeit von 31:19 Minuten pro Partie, kein Oldenburger weist einen höheren Wert auf.

Die Baskets-Fans werden Paulding noch mindestens ein weiteres Jahr sehen können. Im Januar gab die 36-jährige Club-Ikone auf dem Neujahrsempfang unter dem Beifall von Fans und Sponsoren bekannt, dass er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag um eine weitere Spielzeit bis Mitte 2020 verlängert hat.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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