Oldenburg In aller Welt haben die fünf Frauen, die bei der laufenden Wahl der Oldenburger Sportler des Jahres 2019 in der Kategorie Sportlerinnen nominiert sind, ihre Karrieren im vergangenen Jahr vorangetrieben.

Mit zwei nationalen Titeln sowie einer Nominierung für die U-23-Weltmeisterschaft in Sarasota (Florida) erfüllte sich die 19-Jährige vom Oldenburger Ruderverein bei der Deutschen Meisterschaft auf dem Beetzsee in Brandenburg an der Havel den Traum von einem erneuten WM-Start. Nach drei DM-Titeln im ungesteuerten Vierer (2015/ 2016/2018) triumphierte sie diesmal mit ihren Kolleginnen überlegen im gesteuerten Vierer und legte wenig später im Achter den zweiten Sieg nach.

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Mit dem Flaggschiff des Rudersports fuhr sie bei der U-23-WM im Hochsommer in den USA auf Rang fünf, ehe es einige Wochen später wieder über den großen Teich ging. Diesmal allerdings für länger. An der University of Washington in Seattle hat sie ein Studium der Ernährungswissenschaft begonnen und trainiert hier zugleich mit rund 40 Sportlerinnen aus aller Welt unter besten Bedingungen. Jahr für Jahr gehört die Uni zu den Titelfavoriten bei College-Meisterschaften. Dementsprechend stark ist auch der Konkurrenzdruck.

Auch die VfL-Handballerin erfüllte sich 2019 einen Traum. Vor heimischer Kulisse feierte sie am 23. März in der großen EWE-Arena ihr Debüt in der Nationalmannschaft. „Als ich die Nachricht bekommen habe, musste ich erst einmal vor Freude weinen und habe anschließend meine Mutter angerufen“, blickt die 24-Jährige zurück. Dass sie sogar noch ein Tor zum 29:28 gegen die Niederlande beisteuerte, vergrößerte den Appetit auf mehr.

Und der sollte gestillt werden. Die WM in Japan war das Sahnehäubchen auf ein furioses Jahr für Behrend. Trotz der Enttäuschung darüber, dass sich die Hoffnung auf die Olympia-Qualifizierung im Dezember als Achter verpasst wurde, war es „ein unglaubliches Erlebnis, das ich absolut nicht missen möchte“, sagt die gebürtige Rendsburgerin: „Erst als der Flieger Richtung Japan abgehoben hatte, habe ich so richtig realisiert, dass ich mit dabei bin.“

Das Plus an Selbstvertrauen ist Behrend auch im Vereinstrikot anzumerken. „Jenny ist mit ihrer Leistung und Präsenz auf dem Spielfeld unheimlich wichtig für uns“, sagt Mitspielerin Carina Aselmeyer über die Rechtsaußen, die ihre sechste VfL-Saison spielt.

Japan spielt auch in den Gedanken von Oldenburgs bester Sportschützin eine große Rolle. 2020 stehen die Paralympics in Tokio auf dem Programm – und die 47-Jährige vom SV Etzhorn untermauerte im Jahr vor dem Großereignis ihre Ambitionen auf eine zweite Teilnahme nach der von 2016 in Rio de Janeiro.

Bei den World Games in Dubai erkämpfte sich Seeliger, die durch eine Nervenerkrankung im Rückenmark auf einen Rollstuhl angewiesen ist, im Februar 2019 zweimal Gold und einmal Silber. Beim folgenden Weltcup in Al Ain schaffte sie es auch dreimal aufs Podest (einmal Einzel-, zweimal Team-Silber).

Es folgten unter anderem ein Weltrekord mit dem deutschen Team im Kleinkaliber-Liegend-Wettbewerb beim Weltcup in Kroatien und vier DM-Medaillen, ehe es im Oktober um den halben Globus zur WM nach Sydney ging. In Australien fügte Seeliger ihrer Medaillensammlung noch zwei Team-Medaillen im Kleinkaliber- (Bronze) und Luftgewehr-Liegend-Wettbewerb (Silber) hinzu.

Als die heute 26-Jährige vor acht Jahren die Möglichkeit bekam, an eine Tennisakademie in die Niederlande zu gehen, sah es so aus, als habe sie das große Los gezogen. Was folgte, war eine Zeit voller Verletzungen und Selbstzweifel – zunächst in Meppel, dann in München. „Ich habe hochprofessionell trainiert, aber nichts erreicht, da ich ständig im Übertraining war“, erinnert sich die gebürtige Ammerländerin.

Die Situation änderte sich, als sie 2014 in die Heimat zurückkehrte. Athletikcoach Lauris Gruskevics, der damals als BTB-Basketballer Oldenburgs Sportler des Jahres wurde, machte die Tennisspielerin wieder fit und mittlerweile als Ehemann glücklich. „Ich trainiere jetzt beim OTeV unter Daniel Greulich zwar nur mit Männern, weil es in Oldenburg keine Frauen auf meinem Niveau gibt, aber dafür stimmt das ganze Umfeld“, sagt Heisen, die parallel zum Tennis an der Carl-von-Ossietzky-Universität BWL für Leistungssportler studiert.

Speziell im Doppel platzte 2019 der Knoten. Fünf Siege auf ITF-Ebene (dem Unterbau der WTA-Tour) mit verschiedenen Partnerinnen sowie vier weitere Final-Teilnahmen führten dazu, dass sie das Jahr auf Platz 154 der Doppel-Weltrangliste abschloss. „Ich sehe eine realistische Chance, es 2020 bis in die Top 100 zu schaffen“, sagt Heisen.

Oldenburgs beste Läuferin war 2019 mit dem Ziel in die Saison gestartet, sich erstmals für eine Jugend-DM zu qualifizieren. Die wurde anders als erwartet aber nicht der Höhepunkt, sondern ein Zwischenschritt. Die 19-Jährige war über 5000 Meter so schnell unterwegs, dass es für die Finals in Berlin reichte. Beim Wettstreit der deutschen Elite blieb sie als 19. erstmals unter 17 Minuten (16:57). Im U-20- und U-23-Bereich sprangen sechste Plätze heraus.

Auf der Bahn holte sie in der U 20 auf Landesebene über 5000 Meter in der Halle Silber und später Freiluft-Gold. Zudem wurde sie Norddeutsche Meisterin über 3000 Meter. Auf der Straße untermauerte sie ihre Ausnahmestellung in der Region mit mehreren Triumphen bei Volksläufen. In Münster lief sie als Siegerin in 35:55 Minuten die schnellste 10 000-Meter-Zeit einer niedersächsischen Läuferin im Jahr 2019 und war damit Dritte der deutschen U-20-Bestenliste.

Nachdem sie im September zum Studieren und Trainieren mit einem Sportstipendium an die McNeese Universität in den USA gegangen ist, verdiente sie sich als Teil des Leichtathletik-Teams der Hochschule schnell Auszeichnungen und wurde sogar für die Wahl von Louisianas bester Crossläuferin nominiert.

Infos zum Modus der Wahl der Oldenburger Sportler des Jahres

Auch bei der 29. Auflage der Wahl der Oldenburger Sportler des Jahres, die erneut von NWZ und Stadtsportbund mit Unterstützung der Oldenburgischen Landesbank (OLB) durchgeführt wird, werden nur komplett ausgefüllte Coupons bzw. Stimmkarten, die bis zum Einsendeschluss (Montag, 9. März) eingehen, berücksichtigt. Wiederum kann auch bequem im Internet abgestimmt werden.

Der Wahlcoupon wird mehrmals in der NWZ abgedruckt. Stimmkarten liegen im Empfang im Medienhaus (Peterstraße 28-34) aus. Diese können zum Beispiel in den Vereinen verteilt werden.

Mehr Infos zur Sportlerwahl sowie die Möglichkeit zur Online-Abstimmung auf www.nwzonline.de/sportlerwahl-oldenburg

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