Sportakrobatik
Startrainer hebt auf neues Niveau

Der englische Choreograph Andy Griffith erarbeitete mit Pia Buttjes und Laura Karczmarzyk neue Elemente. Damit geht’s im Oktober zur EM-Qualifikation.

Bild: Renke Hemken-Wulf
Mit dem Körper Bilder malen: Der englische Trainer Andy Griffith erarbeitete mit Pia Buttjes (oben) und Laura Karczmarzyk neue Choreographie-Elemente.Bild: Renke Hemken-Wulf
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Oldenburg Eine besondere Trainingseinheit haben die beiden Oldenburger Sportakrobatinnen Laura Karczmarzyk (16) und Pia Buttjes (13) erlebt. Der englische Choreograph und Coach Andy Griffith (41) war in die Huntestadt gekommen, um mit dem OTB-Erfolgsduo zu trainieren.

„Ich bringe ihnen einige Tricks und Geheimnisse bei“, sagte Griffith mit einem markanten Schmunzeln mit Blick auf die beiden Oldenburgerinnen, mit denen er an zwei Tagen eine Balance- und eine Dynamik-Übung einstudierte und denen er viel zutraut. „Die Mädchen sind schon sehr erfolgreich“, meinte der Engländer, der schon drei Weltmeister in der Sportakrobatik trainiert hat.

Nicht nur Griffith machte die Arbeit in Oldenburg viel Freude, auch den beiden Sportlerinnen gefiel der Stil des Coaches. „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte Laura. „Er ist professionell und bringt es sehr gut rüber. Er versucht, Bilder zu malen“, ergänzte Pia.

Rund zehn Stunden wurde gemeinsam trainiert. Auch wenn die Übungen jeweils nur knapp zwei Minuten lang sind, war das Training natürlich anstrengend. „In den zwei Minuten müssen wir alles geben“, erklärte Laura. Neben Doppelsalto und Handstand gehören auch Hebefiguren zu den Choreographien.

Hinzu käme, dass die Bewegungen genau zur Musik passen müssen. Höhen und Tiefen des Liedes nehmen die beiden OTB-Sportakrobatinnen auf – wenn das Lied schneller wird, werden auch ihre Bewegungen schneller. Dafür muss die Konzentration lange aufrecht gehalten werden, was anstrengend sei.

Während Pia und Laura ihre Übungen wiederholen, steht Andy Griffith nicht nur an der Seite, sondern er geht die Bewegungen mit – und gibt immer wieder Tipps, wenn es mal nicht so klappt. „Hört auf die Musik. Wham! Und dann geht es in den Körper“, sagt er freundlich. Das wollte er den beiden Athletinnen besonders vermitteln – die Musik zu fühlen. Das würde sich auf die Bewegungen übertragen.

Die Choreographien und das Training mit Griffith wurden mitgeschnitten und dienen als Vorlage für die weiteren Übungseinheiten. Das Gelernte muss immer wieder wiederholt werden, damit es für die Wettkämpfe sitzt. Zum ersten Mal wollen die Oldenburgerinnen ihre neuen Übungen Ende Oktober bei der Qualifikation für die nächsten Europameisterschaften im kommenden Jahr in Israel präsentieren – und damit überzeugen.

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