Fitness
Plötzlich auf der anderen Seite stehen

Die jungen Leute kommen aus Apen, Ganderkesee und Wildeshausen. Sie arbeiten in Oldenburg und Sandkrug.

Bild: W. Fademrecht
Das neue Team: Sarina Kramp, Natalie Müller, Vincent Bergmann, Celina Kreye und Robert Langner (von links)Bild: W. Fademrecht
Keine Freiartikel mehr in diesem Monat.

Bereits NWZ-Abonnent?

Jetzt anmelden

Noch nicht registriert?

Als Abonnent der Nordwest-Zeitung und des NWZ-ePapers haben Sie den vollen Zugriff nach einmaliger Freischaltung bereits inklusive!

Zugang freischalten

Noch nicht registriert?

Als Abonnent der Nordwest-Zeitung und des NWZ-ePapers haben Sie den vollen Zugriff nach einmaliger Freischaltung bereits inklusive!

Zugang freischalten

Oldenburg /Sandkrug Bis vor kurzem waren sie noch selber Schüler. Jetzt sind sie es, die fast Gleichaltrige oder auch Ältere betreuen und bei sportlichen Aktivitäten anleiten sollen. Für Celina Kreye, Natalie Müller und Vincent Bergmann hat bei der TSG Hatten-Sandkrug vor kurzem ein Jahr neuer Herausforderungen begonnen.

Celina Kreye (19) aus Ganderkesee ist die neue Auszubildende des Vereins. Sie lernt wie ihr Vorgänger Sönke Spille den Beruf des Sport- und Fitnesskaufmanns. Acht Stunden dauert ihr Arbeitstag. „In der Berufsschule bin ich eher ein Sonderfall“, erzählt die Abiturientin. Sie könne sich vorstellen, später Sportmanagement zu studieren und für einen Verein hauptamtlich zu arbeiten. Ausgebildet wird sie – insgesamt drei Jahre lang – von der Studioleiterin Sarina Kramp und Sabine Münkewarf (Geschäftsstelle).

Den Bezug zum Sport hat die junge Frau über ihr eigenes Hobby gefunden: Sie ist seit vielen Jahren Teil des Unicycle-Teams Harpstedt und war unter anderem bei Deutschen Meisterschaften und Weltmeisterschaften (Montreal 2014) am Start.

Bei Natalie Müller (18) und Vincent Bergmann (19) ist es jeweils ein Freiwilliges Soziales Jahr, das die beiden im Dienst des größten Sportvereins im Landkreis absolvieren. Die 18-jährige aus Wildeshausen nutzt das Jahr nach dem Abitur auch, um sich über den weiteren Berufsweg Gedanken zu machen. Sport ist aus ihrem Leben nicht wegzudenken. Voltigieren und Reiten haben es ihr angetan.

Der 19-jährige aus Apen (Kreis Ammerland) suchte nach dem Abitur ganz bewusst eine Stelle in der Nähe Oldenburgs. „Nächstes Jahr möchte ich ins Ausland gehen“, verrät er. Sportlich fit hält er sich beim Training und Spiel im American-Football-Team der Westersteder Wölfe.

Nicht nur die TSG profitiert von den FSJlern, die ihren Übungsleiterschein machen und beispielsweise in der Ferienbetreuung eingesetzt werden. Dank einer Kooperation des Sportvereins mit der Graf-Anton-Günther-Schule wird dort auch der sportliche Teil des Ganztagsangebots bereichert.

Natalie Müller ist drei Tage an der GAG und zwei Tage bei der TSG im Einsatz, Vincent Bergmann zwei Tage an der GAG und dafür drei Tage im Verein. In der Schule bieten sie u.a. den Schülern eine „bewegte Pause“ an, außerdem unterstützen sie die Lehrer im Sportunterricht – von der fünften Klasse bis zur Oberstufe, vom Schwimmen bis zum Turnen. Ein typischer Tag sieht für die Wildeshauserin zum Beispiel so aus: Erst ist sie von 7.45 bis 13 Uhr am Gymnasium in Oldenburg, danach geht es weiter zum TSG-Forum in Sandkrug. Gerade im Umgang mit den Schülern mussten die FSJler sich erst einmal neu orientieren. „Vor kurzem waren wir noch selbst Schüler, jetzt stehen wir auf der anderen Seite“, erzählt Vincent Bergmann. Das habe sich anfangs schon sehr, sehr komisch angefühlt.

Das könnte Sie auch interessieren