Oldenburg Eine harte Bewährungsprobe auf internationaler Ebene will die Crew des Achters vom in Oldenburg beheimateten Team Nord-West an diesem Samstag meistern. Die Ruder-Asse des Regattaverbandes Ems-Jade-Weser machen sich auf den Weg in die Schweiz, um dort erstmals am BaselHead teilzunehmen. Das hochklassig besetzte Langstreckenrennen findet am „Rheinknie“ statt, dem markanten Knick des großen Stromes am Länderdreieck Deutschland-Schweiz-Frankreich, kurz nachdem der Fluss die Alpenregion verlässt.

3,2 Kilometer verläuft die Strecke zunächst gegen den Strom, bevor nach einer 180-Grad-Wende aus voller Fahrt zurückgerudert werden muss. Nicht wie bei klassischen Rennen geht es nebeneinander her. Die mehr als 100 teilnehmenden Boote starten einzeln im 20-Sekunden-Abstand.

Eine Steuerfrau und Acht starke Männer

Mit dieser Mannschaft startet der Regattaverband Ems-Jade-Weser beim BaselHead 2017:

Bug: Konrad Thibaut, 24 Jahre, Oldenburger Ruderverein 2: Lukas Raming, 20 Jahre, Lingener Rudergesellschaft 3: Maiko Remmers, 29 Jahre, Ruderverein Argo Aurich 4: Christian Vennemann, 30 Jahre, Oldenburger Ruderverein 5: Timm Wöltjen, 35 Jahre, Oldenburger Ruderverein 6: Dirk Flessner, 24 Jahre, Ruderverein Argo Aurich 7: Carl Reinke, 24 Jahre, Deutscher Ruderclub von 1884 Hannover Schlag: Marcus Elster, 19 Jahre, Oldenburger Ruderverein Steuerfrau: Beatrice Lüße, 22 Jahre, Oldenburger Ruderverein

„Head races sind im Prin-zip Einzelzeitfahrten – aufgrund der knappen Abstände kommt es immer wieder zu spannenden Zweikämpfen und teilweise waghalsigen Überholmanövern“, verrät Christian Vennemann. Der 30-Jährige vom Oldenburger Ruderverein sitzt im Achter an Position vier.

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Die Steuerleute haben deutlich mehr Spielraum, was die Wahl des Kurses angeht. Strömungen, Kurven und enge Brückenbögen dürften noch die kleinsten Hindernisse sein, die Besonderheit liegt vor allem im Überholen der anderen Boote. Die Mannschaft mit der geringsten Fahrzeit gewinnt und darf sich „Head of the River“ nennen.

In London erfolgreich

Das Team vom Landesstützpunkt Oldenburg kennt sich bestens mit diesem in Deutschland eher untypischen Modus aus. Bereits mehrfach traten sie beim „Head of the River Race“ in London an. „Das ist die Mutter aller Head Races. 2016 haben wir dort den 21. Platz im internationalen 400-Boote-Feld gemacht und damit die ,Overseas Entrant’s Trophy’ gewonnen, den Pokal für die beste nicht-britische Mannschaft“, erzählt Vennemann.

International wird es auch in Basel. Neben den National-Achtern aus den Niederlanden, der Schweiz, Tschechien und Frankreich hat sich auch das Star-Boot der vergangenen Jahre angekündigt: Das Team des Deutschland-Achters, amtierender Weltmeister, lässt es sich nicht nehmen, ihre Qualitäten erneut unter Beweis zu stellen und ihren Vorjahressieg zu verteidigen.

Auch die stärksten Vereinsteams aus ganz Europa sind dabei. Drei Nachwuchsboote des Leistungszentrums aus Dortmund sowie weitere Mannschaften von Crefelder RC, RC Allemannia Hamburg, Berliner RC, Frankfurter RG Germania und der amtierende Deutsche Meister, „wirfueryannic“ aus Friedrichstadt, starten in Basel. Dazu kommen die Top-Mannschaften aus der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Schweden, Ungarn, Italien und Tschechien.

Doch davon will sich die an Position 26 startende Crew um Steuerfrau Beatrice Lüße vom Team Nord-West nicht einschüchtern lassen. Auch der Achter ist sehr gut besetzt: Die früheren Nationalmannschaftsruderer Carl Reinke (U23-Weltmeister 2015), Marcus Elster (U19-Weltmeister 2015 und -Vizeweltmeister 2016) und Dirk Flessner (U19-WM-Bronze 2011) wollen ihr Team nach vorn führen.

Optionen zum Überholen

„Gegen den Deutschland-Achter haben wir als Vereinsmannschaft eher geringe Chancen. Wie bei der ersten London-Teilnahme bietet uns der hintere Startplatz aber viele Optionen zum Überholen“, gibt Reinke die Marschrichtung vor und will sich mit seinen Kollegen am „Rheinknie“ reinknien: „Wir holen uns unseren Spaß über viele spannende Fights.“

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