Oldenburg /Rostrup Nein, wirklich weit fliegen wird Eli an diesem Sonntag beim Red-Bull-Flugtag in Bremen wohl nicht, aber wenigstens mit einem ordentlichen Coolness-Faktor abstürzen, das wäre schon gut.

Eli (16) ist der kleinste und leichteste von den fünf Jugendlichen, die auf dem Gelände des Luftsportvereins Oldenburg (LVO) in Rostrup letzte Hand an ihr UVO legen. Ja, die fliegende Untertasse von Maik, Eli und Paul aus Oldenburg, Lasse aus Friedrichsfehn und Jannes aus Jaderberg schreibt sich UVO, nicht UFO. „Wir haben nur das L vom LVO ausgetauscht und hatten den Namen“, sagt Lasse. Er, Paul, Jannes und Eli sind Flugschüler in Rostrup.

Video: Emily von „Sach an!“ testet das Ufo

Gemeinsam mit Maik waren sie spontan auf die Idee gekommen, sich beim Flugtag zu bewerben. Bei der Veranstaltung des Brause-Herstellers geht es darum, mit einem selbst gebauten Fluggerät möglichst weit zu kommen, bevor man im Becken des Bremer Europahafens landet – und natürlich darum, dabei möglichst verrückt auszusehen.

Können Schweine fliegen? Nein: Abstürze gehören zum Konzept des Flugtags. dpa-Bild: Ilnitsky

„Wir hatten uns eigentlich nur aus Spaß beworben“, erzählt Paul. „Aber dann sind wir angenommen worden.“ Mehr als eine grobe Skizze für das UVO gab es da noch nicht. Und weil die Zeit knapp war, haben sich die fünf Jungs auf die Optik konzentriert. Die Flugscheibe aus Sperrholz hat einen gepolsterten Sitzplatz mit Nackenstütze und hinten eine bewegliche Flosse, die Eli über einen Seilzug steuern kann. Unter der Scheibe sind Rollen montiert, eine Rohr-Konstruktion soll ein wenig Auftrieb geben. Denn das Fluggerät soll nicht nur möglichst lange in der Luft bleiben, es darf auch im Wasser nicht sofort untergehen.

Ein transparenter Regenschirm wird die Kuppel der fliegenden Untertasse. Helm und Schwimmweste, vom Veranstalter gestellt, sollen dafür sorgen, das „Pilot“ Eli hoffentlich unverletzt aus dem Wasser kommt. Die letzten Tage vor dem Start mussten die 16-Jährigen aus durcharbeiten um das Gerät bis zum 1. Juli wirklich fertig zu haben.

Noch vor dem Start denken sie über ihr nächstes Projekt nach. „Wenn wir früher anfangen, können wir für das nächste Jahr etwas bauen, das wirklich weit fliegt“, ist Eli überzeugt. Fachwissen dafür gibt es bei den Segelfliegern in Rostrup jedenfalls reichlich. „Wir durften das UVO nicht nur hier bauen, wir haben auch viele Tipps bekommen, was wir tun könnten, um länger in der Luft zu bleiben“, sagt Eli. „Wenn wir im nächsten Jahr wieder mitmachen dürfen, können wir richtig weit kommen.“

Und ein Sieg lohnt sich: Die Gewinner dürfen in einem „Air Racer“ mitfliegen, die zweitplatzierte Mannschaft gewinnt Fallschirm-Tandemsprünge – und darauf haben es die fünf Uvo-Konstrukteuren abgesehen. In diesem Jahr wollen sie aber vor allem eins: Möglichst spektakulär abstürzen.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.