Oldenburg Meisterschaft? Titel? Daniel Greulich hatte schon angesetzt, das neue Ziel konkret auszusprechen. Doch dann besann sich der Trainer des Oldenburger TeV, verkniff sich das M-Wort und sagte, er wolle „es nicht in den Mund nehmen“. Nach dem 5:1 in der Tennis-Regionalliga gegen den Club zur Vahr am Samstag könnte man aber „schon mal ein bisschen nach oben schielen“. So sieht Zurückhaltung aus mit einem 6:0 und einem 5:1 in der Wertung.

Wieder waren die Oldenburger, diesmal in eigener Halle, auf einen Kontrahenten getroffen, der in Bestbesetzung alles andere als selbstverständlich zu besiegen ist. Wie schon beim Kantersieg beim Suchsdorfer SV fehlte dem Gegner aber der eine oder andere starke Mann. Allerdings verzichteten auch die Gastgeber auf die allerbeste Formation.

Getreu dem Vorhaben, alle sechs Akteure möglichst ausgewogen auf den Court zu schicken, pausierte diesmal im Einzel die Nummer eins, Stefan Seifert. So traf Michel Dornbusch auf Lukas Rüpke. Mit der aktuellen Nummer 44 in Deutschland habe sich der OTeV-Kapitän „früher schwergetan“, sagte Greulich und bestaunte nun ein 6:2, 6:3 gegen Vahrs Spitzenspieler.

Dornbusch zerlege Gegner, die ihm vormals Probleme bereitet hätten, „gleich zu Anfang“ und entziehe ihnen ihre Moral. „Wir wissen alle nicht ganz genau, woran das liegt“, zeigte sich der Trainer „fast fasziniert“ von den momentanen Auftritten des Kapitäns.

Florian Barth bezwang an Position zwei Felix Samsel 6:2, 6:4. Barth sei „in allem besser“ gewesen, meinte Greulich: „Er war taktisch gut eingestellt und hat das unaufgeregt nach Hause gebracht.“

Lasse Muscheites stand dagegen als Nummer drei deutlich länger auf dem Platz. Er war der einzige Oldenburger, der sein Einzel gegen Mauro Piras verlor (6:4, 6:7, 6:10). Dieser sei früher „immer noch mal ein bisschen wacklig“ gewesen, sagte der OTeV-Coach, der Piras einige Jahre betreut hatte: „Jetzt hat er schwierige Situationen angenommen, sich durchgebissen und knapp verdient gewonnen.“ Muscheites brauche sich „gar nichts vorwerfen“. Wegen des 6:1, 6:2-Erfolgs von Alexander Meyer gegen Bremens Ersatzmann Nicolas Lerdo lagen die Oldenburger vor den Doppeln trotz Muscheites‘ Niederlage komfortabel 3:1 in Führung.

Und das umso mehr, da Greulich auf ein international erfolgreiches Duo zurückgreifen kann. Der 34-jährige Seifert und der 23-jährige Muscheites haben 2019 zwei Titel auf der ITF-Tour gewonnen. Im Duell mit Rüpke/Lerdo stand laut Greulich deswegen im Vordergrund, die Gegenüber ernstzunehmen. Am Ende stand ein 6:1, 6:4 zu Buche.

Dornbusch/Barth gaben gegen das erfahrene Doppel Samsel/Piras Satz eins ab, sorgten durch ein 5:7, 6:3, 10:3 aber für den zweiten klaren Sieg. Gelingt auch am 11. Januar beim Großflottbeker THGC ein souveräner Erfolg, nimmt Greulich das M-Wort ja vielleicht in den Mund.

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