Oldenburg Die Fußballer von Oberligist VfL haben beim 6:4 gegen Eintracht Northeim die Partie gegen den Tabellenletzten selbst unnötig spannend gemacht. Die Oldenburger führten zur Pause bereits deutlich 4:0 und schienen die drei Punkte sicher eingetütet zu haben. Nach Wiederbeginn verloren sie aber total den Faden und die Kontrolle über das Spiel, sodass Northeim auf 3:4 herankommen konnte.

„Wir haben sehr offensiv angefangen. Wer mich kennt, weiß, dass ich am liebsten zu Null spiele. Heute wäre ich aber auch mit einem 6:3 zufrieden gewesen. Wir haben aber 4:0 geführt, da bin ich mit einem 6:4 nur bedingt zufrieden“, ärgerte sich VfL-Trainer Dario Fossi über die Gegentore nach der Pause. „Die Oldenburger haben vor der Pause aus jeder Chance ein Tor gemacht. Wir wollten uns nach der Pause nicht abschlachten lassen. In der zweiten Halbzeit hätten wir sogar mehr als vier Tore machen können“, meinte Northeims Co-Trainer Oliver Hille.

Der VfL hatte die Gäste in der ersten Halbzeit an die Wand gespielt und hätte mehr als nur die vier erzielten Treffer durch Thomas Mennecke (13. Minute), Conrad Azong (18.), Janek de Buhr (42.) und Andre Jaedtke (45.+2) machen können. Die Northeimer hatten den Angriffen nichts entgegenzusetzen. „Ich habe heute mit drei Spitzen sehr offensiv spielen lassen, alle drei haben in der ersten Halbzeit auch ein Tor gemacht“, lobte Fossi.

Nach Wiederanpfiff spielte der VfL aber so, als hätte jemand den Spielern Schlafpulver in den Pausentee geschüttet. Die Abwehr geriet bei jedem Northeimer Angriff in heillose Unordnung und im Spielaufbau reihte sich ein hektischer Fehlpass an den nächsten. Die Gäste nahmen die Einladungen zum Toreschießen dankend an. Ilyas Bircan (53.), Melvin Zimmermann (56.) und Marc Grunert (66.) verkürzten auf 3:4. „In der Startphase der zweiten Halbzeit haben wir als Mannschaft nicht funktioniert, die Abstimmung stimmte nicht mehr. Northeim musste uns mit den drei Gegentoren erst wachrütteln“, meinte VfL-Innenverteidiger Justin Tjardes selbstkritisch.

Sechs Minuten danach sorgte Mittelfeldspieler Joshua König dann wieder für etwas mehr Ruhe beim VfL. Nach einem guten Zuspiel von Azong schlenzte er den Ball von links ins rechte Eck des Northeimer Tores (72.). Kurz danach schlich sich aber wieder Hektik ins VfL-Spiel ein und Grunert verkürzte mit seinem zweiten Tor auf 4:5 (80.). Dieses Mal dauerte das Zittern der Oldenburger aber nur drei Minuten. Dann machte de Buhr nach einem Traumpass von Kai Kaissis den vierten Heimsieg perfekt.

Der VfL (24 Punkte) verbesserte sich auf den dritten Rang. Der Rückstand auf Primus VfV Hildesheim beträgt sieben Punkte.

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