Oldenburg /Kiel Noch am Montagmittag beherrschte das „Nachtrauern der zwei Matchbälle“ Daniel Greulichs Gefühlslage. Die Spieler des Oldenburger Tennisvereins und ihr Trainer Greulich waren am späten Sonntagabend ohne den anvisierten Titel aus Schleswig-Holstein zurückgekehrt. Beim Suchsdorfer SV hatten sie 2:4 verloren.

Remis hätte gereicht

Knapper hätte die Entscheidung zwischen den beiden besten Teams der Tennis-Regionalliga nicht ausfallen können. Die Oldenburger vergaben im Doppel zwei Matchbälle, die Gastgeber selbst drei. Ein Remis – und der OTeV wäre zum vierten Mal in fünf Wintern Meister geworden. Doch Michel Dornbusch und Stefan Seifert unterlagen den Suchsdorfern Dominik Bartels und Andreas Bjerrehus (Dänemark) 4:6, 6:3, 12:14.

„Der zweite Platz ist für die Ananas“, sagte Greulich: „Der Titel wäre gut gewesen, auch um das Sponsoring für den Sommer noch mal anzuschieben.“ Eine „super Sache“ sei die Spielzeit trotzdem gewesen, hätte der OTeV doch „zu Anfang gar nicht zu den Favoriten“ gezählt. „Das Team ist bereit, alles Mögliche auf sich zu nehmen, und hat richtig Bock auf den Sommer“, so der Oldenburger Trainer.

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Zwei Siege in den Einzeln

In den letzten Einzeln des Winters kamen die OTeVer dem Wunsch ihres Kapitäns nach. Dornbusch, der wegen seiner Knieschmerzen nur Doppel spielte, hatte zuvor im NWZ-Interview gesagt: „Wir sollten irgendwie zwei Einzel holen.“ Das gelang Seifert und Dornbusch-Ersatz David de Goede. Seifert bezwang den Dänen Esben Olesen 6:7, 6:1, 10:3. Der Niederländer de Goede schlug Olesens Landsmann Bjerrehus 7:6, 6:2.

Im Spitzenspiel musste sich Oldenburgs Tillmann Erdbories 2:6, 6:2, 9:11 geschlagen geben. „Das war kein guter erster Satz. Der zweite dann das beste Teppich-Tennis, das ich je von Tillmann gesehen habe“, sagte Greulich. Im Champions-Tiebreak habe Erdbories’ Gegner Dominik Bartels seine Routine zur Geltung gebracht. „Da ist er Tillmann ein wenig voraus. Er hat keine großartigen Chancen liegengelassen“, sagte Greulich.

Viel deutlicher verlor Jonas König gegen Suchsdorfs Florian Barth (2:6, 2:6). Greulichs Kommentar: „Die Ergebnisse sehen immer so glatt aus. Aber er hat mal wieder den mit Abstand Stärksten erwischt. Der Barth spielt es halt einfach ekelig.“ Barth verfüge über exzellentes Aufschlag- und Volleyspiel und habe „nicht wirklich eine Schwäche“.

Matchbälle nicht genutzt

Mit dem 2:2-Zwischenstand lief für den OTeV alles nach Plan. Die Doppel-Aufstellung sei ihnen entgegengekommen, sagte Greulich: Dornbusch und Seifert gegen die beiden vermeintlich schwächeren Suchsdorfer Akteure. „Der Champions-Tiebreak lief unglücklich in der Mitte. Da sind sie hinterhergelaufen“, berichtete der OTeV-Trainer. Einen von zwei Matchbällen nutzten sie dann bei eigenem Service nicht.

Als Bartels/Bjerrehus die Partie erneut zu ihren Gunsten und diesmal final gedreht hatten, lief das zweite Doppel noch. „Jonas und David haben sich viel besser verkauft als gedacht“, sagte Greulich. König/de Goede unterlagen Barth/Olesen dennoch 6:7, 4:6 – die den Kielern den ersten Regionalliga-Titel seit fünf Jahren bescherten.

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