Oldenburg Eine überaus schwierige Aufgabe steht an diesem Samstag den Drittliga-Handballerinnen des VfL II bevor. Um 16.30 Uhr treffen sie in der heimischen Sporthalle Wechloy auf den ehemaligen Deutschen Meister Frankfurter HC. Auch wenn die erfolgreichen Zeiten der Brandenburgerinnen schon einige Jahre zurückliegen, reist das aktuelle Team sicherlich als Favorit an.

„Wir sind am Samstag auf jeden Fall in der Außenseiterrolle – es muss schon einiges stimmen, wenn wir für eine Überraschung sorgen wollen“, sagt VfL-II-Trainer Werner Bokelmann vor dem Duell seines mit 5:9-Punkten auf Rang acht liegenden Teams mit den fünftplatzierten Gästen (8:4), die er zu den stärksten Mannschaften in der spielstarken Liga zählt.

Starke Rückraumachse

„Die Frankfurterinnen haben wohl etwas gebraucht, um in die Saison zu kommen, aber mittlerweile haben sie sich stabilisiert“, meint der erfahrene Coach, der seit dieser Saison mit Silke Prante und Ex-Nationalspielerin Julia Wenzl die Verantwortung für das Juniorteam trägt. Die deutliche 22:37-Niederlage des FHC vor einem Monat in Wattenbek kann er aber nicht ganz einordnen.

„Frankfurt hat eine sehr starke Rückraumachse, mit einer durchsetzungsstarken Spielmacherin und zwei starken Spielerinnen auf Links und auf Rechts“, warnt Bokelmann und ergänzt: „Wenn wir die einigermaßen ins Laufen kommen lassen, heißt der Sieger Frankfurter HC. Das müssen wir auf jeden Fall verhindern, indem wir sehr variabel und offensiv verteidigen werden.“

Auf Oldenburger Seite gibt es mehrere angeschlagene Spielerinnen, bei denen sich die Einsatzfähigkeit kurzfristig entscheiden wird. Ein vorsichtiges Herantasten ist aber am Samstag wohl nicht gefragt. „Wir müssen von Beginn an mutig rangehen. Einen Fehlstart wie gegen Badenstedt können wir uns nicht noch einmal leisten“, sagt Bokelmann: „Dann haben wir gegen die Frankfurterinnen keine Chance, die nutzen jeden Fehler gnadenlos aus.“

Vor drei Wochen hatte der VfL II sein bislang letztes Ligaduell beim Rivalen aus Hannover klar mit 18:32 verloren. „Unser schnelles Spiel birgt halt auch die Gefahr von Flüchtigkeitsfehlern und ist sehr kräftezehrend. Deshalb müssen wir unsere Fehlerquote so niedrig wie möglich halten, wenn uns eine Überraschung gelingen soll.“

Eine zentrale Rolle fällt dabei der Niederländerin Maron Schepers zu. Die Kreisläuferin kam vor anderthalb Jahren vom DSVD Deurningen aus der Region Hengelo bei Enschede zu den Grün-Weißen, gehört zu den Stützen der Drittliga-Auswahl und wurde auch schon ins Bundesliga-Team von Trainer Niels Bötel berufen.

„Meine Mama ist mit mir mal zu einem Handballverein in der Nähe gegangen, um einmal mitzutrainieren – seitdem habe ich nicht mehr aufgehört“, erinnert sich Schepers an ihre Anfänge in der Heimat vor rund neun Jahren bei Olympia Hengelo zurück.

„Täglich hart trainieren“

„Zuvor hatte ich schon verschiedene andere Sportarten wie Volleyball, Fußball, Gymnastik und Hip-Hop-Tanzen ausprobiert“, erzählt die 19-Jährige, die jetzt alles gibt, um ihre Handball-Karriere voranzutreiben: „Mein Ziel ist es, das bestmögliche Niveau aus mir herauszuholen und täglich hart dafür zu trainieren.“

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