Oldenburg Der eine oder andere Handball-Fan wird sich noch an die Saison 2010/2011 erinnern, als der VfL II und der TSV Owschlag die 3. Liga Nord dominiert und die Meisterschaft unter sich ausgemacht haben. Am Ende hatten die Oldenburgerinnen knapp die Nase vorn und verpassten danach in der Relegation gegen die TSG Wismar den Zweitliga-Aufstieg.

Die Zeiten haben sich geändert. Der TSV Owschlag bildet mittlerweile eine Spielgemeinschaft mit der HSG Kropp-Tetenhusen und firmiert unter dem Namen HG OKT – und das frühere Spitzenspiel ist mittlerweile zu einem Kellerduell geworden. Wenn der VfL II an diesem Sonntag (15 Uhr, Sporthalle Wechloy) die Schleswig-Holsteinerinnen empfängt, trifft hier der Viertletzte (9:15 Zähler) auf den Vorletzten (3:19).

„Wir streben einen Platz im mittleren Feld der Liga an“, sagt VfL-Torhüterin Julia Neumann und weiß genau, dass das Juniorteam mit einem Sieg den Vorsprung auf den ersten der drei Abstiegsplätzen auf beruhigende sieben Punkte ausbauen könnte. Zumal der aktuell auf dem drittletzten Rang stehende Hannoversche SC (4:20) bei Spitzenteam TV Hannover-Badenstedt (20:4) wohl eher nichts mitnehmen wird.

Die 20-jährige Keeperin kam 2009 vom SVE Wiefelstede zu den Grün-Weißen und hat seitdem alle Jugendmannschaften des VfL durchlaufen. So gehörte sie auch zum Kader der Jugendbundesligamannschaft und durfte sogar schon zweimal in der Frauen-Bundesliga ran. Seit dieser Saison bildet Neumann, die früher auch geritten ist und im Jazz Dance aktiv war, gemeinsam mit Rückkehrerin Alex­andra Meyer das Torhüterduo der Drittliga-Auswahl.

Mehrmals spielte Nele Reese aus der ersten Mannschaft im Juniorteam – im Hinspiel, als das Team von Silke Prante beim 21:21 in Schleswig-Holstein seinen ersten Punkt in dieser Saison holte, war Neumann aber mit dabei. Für die HG war das Remis am 21. September ebenfalls der erste zählbare Erfolg. Danach musste die Mannschaft fast zwei Monate warten, ehe in Oyten (27:20) die nächsten Zähler und gleichzeitig der erste Saisonsieg folgten.

Dabei ist es bis dato auch geblieben – und das soll auch am Sonntagabend noch Bestand haben, wenn es nach dem Willen der Grün-Weißen geht. „Die Mannschaft ist gut gestimmt“, sagt Prante, deren Schützlinge sich vor einer Woche beim SC Alstertal-Langenhorn mit 28:25 durchgesetzt hatten. „Der Sieg hat Mut gemacht – den Schwung wollen wir im ersten Heimspiel dieses Jahres auch voll mitnehmen“, zeigt sich die VfL-II-Trainerin optimistisch und will am Sonntag mit ihrem Team möglichst eine kleine Erfolgsserie starten.

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