Oldenburg Eine Mammutaufgabe kommt auf die Drittliga-Handballerinnen des VfL II in ihrem letzten Heimspiel vor der Weihnachtspause zu. In Nordrivale Buxtehuder SV II gibt an diesem Samstag um 16.30 Uhr nicht nur der aktuelle Tabellenführer, sondern auch das einzige noch ungeschlagene Team der Nord-Staffel seine Visitenkarte in der Sporthalle Wechloy ab.

Durch die Liga gepflügt

„Das wird sicherlich der schwerste Gegner der Saison neben Badenstedt, aber wir geben Vollgas“, verspricht VfL-II-Trainerin Silke Prante vor dem Duell mit dem Primus, der nur am ersten Spieltag bei besagtem TV Hannover-Badenstedt einen Punkt abgegeben hat (22:22) und danach mit acht mehr oder weniger hohen Siegen in Serie durch die Liga gepflügt ist.

Auf die Defensive der Oldenburgerinnen, die vor einer Woche ein Garant für den Sieg in Henstedt-Ulzburg war, wartet also Schwerstarbeit. „Nachdem wir dort die wichtigen Punkte geholt haben, können wir sicher befreiter aufspielen“, sagt Prante, deren Team durch das 20:19 in Schleswig-Holstein das Konto auf 7:11 Punkte und den Abstand zur Abstiegszone auf fünf Zähler aufgestockt hat.

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Die bisherige Saison verlief für die beiden Bundesliga-Reserven sehr unterschiedlich, aber eins haben sie gemeinsam. Mit einem Durchschnittsalter von jeweils gerade einmal 20 Jahren zählen beide Mannschaften zu den jüngsten Teams der Liga.

Von VfL-Idol entdeckt

Eins der Nesthäkchen in der Stammformation der Oldenburgerinnen ist Jessica Koconzek. Die Bremerin, die erst vor dreieinhalb Wochen ihren 18. Geburtstag feierte, spielt ihre dritte Saison für den VfL. Im ersten Jahr besaß sie noch ein Doppelspielrecht für ihren Heimatverein ATSV Habenhausen, inzwischen ist sie voll und ganz im grün-weißen Trikot angekommen.

Über die A-Jugend und das Oberliga-Team hat sich die Kreisläuferin in den Stamm der Drittliga-Mannschaft gerackert. Entdeckt für den VfL wurde sie von einem Vereinsidol, das jahrelang auf dieser Position brillierte: Ex-Nationalspielerin Wiebke Kethorn. „Ihr ist Jessica in der Bremer Auswahl so positiv aufgefallen, dass sie das Doppelspielrecht für Oldenburg bekam, um sich bei uns weiterzuentwickeln“, erklärt Prante.

In die Wiege gelegt

Zuvor war Koconzek als Kind und Jugendliche mehr als ein Jahrzehnt für Habenhausen aufgelaufen. Der Handball wurde ihr in die Wiege gelegt. „Meine Mama hat genauso jahrelang gespielt wie meine große Schwester – dann war es klar, dass ich es auch ausprobieren würde“, erzählt das VfL-Talent: „Damals war ich gerade einmal vier Jahre alt. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht – und so bin ich dabeigeblieben.“

Als C-Jugendliche fand Koconrek ihre Lieblingsposition am Kreis. Nachdem sie einige Zeit auch im Schwimmen aktiv gewesen war, geht sie mittlerweile zum Ausgleich nur noch reiten.

Final-Four-Traum

„Aktuell möchte ich mit meiner Mannschaft gute Resultate erzielen, so dass wir als Team gut in der Tabelle stehen und wenn möglich im oberen Drittel mitspielen“, sagt Koconrek zu ihren Zielen mit der Drittliga-Auswahl und möchte auch mit der A-Jugend des VfL in der Jugend-Bundesliga für Furore sorgen.

Nachdem das Nachwuchsteam, das in der vergangenen Saison den Einzug ins Viertelfinale verpasst hatte, jetzt schon sicher die Zwischenrunde der besten 16 Teams erreicht hat, soll da diesmal noch lange nicht Schluss sein. „Ein Traum wäre es natürlich, mit der A-Jugend das Final Four zu erreichen“, sagt Koconrek, will aber jetzt erst einmal den großen Favoriten aus Buxtehude ärgern.

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