Oldenburg Nachdem der Klassenerhalt schon länger fix ist, biegen die Handballerinnen des VfL II auf die Zielgerade der Drittliga-Saison ein. Noch zwei Partien und zwei großkalibrige Rivalen liegen vor der Mannschaft von Andreas Lampe, für den es auch eine Abschiedstour ist. Das Duell an diesem Samstag (16 Uhr) beim Tabellendritten Borussia Dortmund II ist für den 33-Jährigen das vorletzte Spiel mit dem Juniorteam.

„Die Belastung ist schon sehr hoch“, sagt Lampe zu seinem bisherigen Engagement und nennt „zeitliche Gründe“ für seinen Entschluss, die Doppelrolle als Co-Trainer in der Bundesliga und als Chefcoach in der 3. Liga zu beenden. Nach erfolgreichen Jahren im Nachwuchsbereich steht Lampe seit 2017 im Oberhaus Woche für Woche Niels Bötel zur Seite, zugleich hatte er vor zwei Jahren das Amt beim VfL II von Alexandra Hansel (ging 2018 zu den Oberliga-Frauen der SG Friedrichsfehn/Petersfehn) übernommen.

Da er nicht wolle, dass eine der Mannschaften weniger Aufmerksamkeit bekommt als die andere, will sich der 33-Jährige künftig voll und ganz auf die erste Liga konzentrieren. Beim Juniorteam setzt der VfL erneut auf eine „interne Lösung“. Die Nachfolge von Lampe tritt die jetzige Co-Trainerin Silke Prante an. Dem VfL-Urgestein soll noch ein Trainerteam zur Seite gestellt werden.

Prante ist schon seit rund 40 Jahren beim VfL, hat sich schon als Coach der Jugendmannschaften verdient gemacht und bringt jede Menge Erfahrung für die Aufgabe mit. Zudem ist die 53-Jährige, deren Töchter Lisa und Griet im Trikot des VfL II auflaufen, auch Physiotherapeutin der Bundesliga-Frauen.

Ehe Prante als Mama und Trainerin in Personalunion antritt, will Lampe noch einen möglichst erfolgreichen Saisonausklang erleben. „Wir haben einen jungen Kader und sind gut drauf. Wir werden alles versuchen, dort etwas mitzunehmen“, sagt er vor der Fahrt nach Nordrhein-Westfalen und sieht sein Juniorteam nicht unbedingt in der Rolle des Außenseiters.

Dass der BVB II nach dem Duell am gestrigen Freitagabend gegen die viertplatzierte Auswahl von Bayer Leverkusen II müde sein könne, glaubt Lampe nicht: „Das wird für uns kein Vorteil – die Spielerinnen sind noch jung und regenerieren schnell.“

Vier Tage nach dem Duell im Ruhrgebiet steht am Mittwoch, 1. Mai, um 16 Uhr in der heimischen Sporthalle Wechloy Lampes Abschiedsvorstellung auf dem Programm. Das Duell mit dem Tabellenzweiten Germania Fritzlar, dessen noch theoretisch bestehenden Meisterchancen dann Geschichte sein sollten, soll für das Juniorteam in doppelter Hinsicht zum Feiertag werden.

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