Oldenburg So sehr hatten sich die Drittliga-Handball- erinnen des VfL Oldenburg darauf gefreut, dem Tabellendritten 1. FC Köln am Samstagabend den Karneval zu verderben. Mit 21:26 (9:15) musste sich die Mannschaft des Trainerteams Andreas Lampe und Alexandra Hansel schlussendlich aber den Gästen vom Rhein geschlagen geben – und dazu einsehen, dass die Kölner Jeckinnen eben doch auch Tore und nicht nur Kamelle werfen.

In der Oldenburger Sporthalle Wechloy zeichnete sich schnell eine klare Angelegenheit ab, nach nur 13 Minuten führten die Rheinländerinnen mit 7:2: „Wir sind nicht so in die Partie gekommen, wie wir es uns vorgenommen hatten. Die ersten Minuten waren noch in Ordnung, dann ist uns das Spiel mehr und mehr entglitten“, analysierte Co-Trainerin Alexandra Hansel. Gemeinsam mit Andreas Lampe stellte sie ihr Team in der ersten Halbzeit auf eine 5:1-Deckung um, weil die Kölnerin Vanessa Idelberger in der Anfangsphase eine Machtdemonstration ablieferte und allein in den ersten 18 Minuten gleich fünf Mal traf.

Spiel-Statistik

VfL II: Hassing, Neumann – Prante 1/1, Schaffrick 4, Genz, Martens 4, Carstens, Fragge, Schilling 1/1, Roller 1, Kannegiesser 1/1, Steffen 4/2, Berkau 3, Dalinger 2

Köln: Ellereit, Kochs – Jaquet, Boenners 1, Flohr 2, Wagner, Huckenbeck, V. Idelberger 8/2, Schmidt, F. Idelberger 8, Nelissen, Schumacher 1, Frank 2, Demmerath 4

„Idelberger ist eine richtig Gute. Sie haben wir zu Beginn gar nicht in den Griff bekommen. Durch die taktische Umstellung auf die 5:1-Deckung konnten wir sie dann etwas aus dem Spiel nehmen. Das hat dann besser geklappt“, zollte Hansel der besten Werferin der Partie Respekt.

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Der hohe 9:15-Rückstand ließ sich dennoch nicht mehr verhindern. Und auch in der zweiten Halbzeit ließen die Kölnerinnen dem VfL II keine Luft zum Atmen: Innerhalb von nur vier Minuten erhöhte der Effzeh auf 19:10, was einer Vorentscheidung gleichkam. „Es hat im Angriff nicht so geklappt, wie wir es wollten. Köln hat gut und aggressiv verteidigt“, sagte Hansel und gab ein Beispiel: „In der 56. Minute bekommt Köln die erste Zeitstrafe. Das bedeutet auch, dass wir nicht genug in die Tiefe gegangen sind – nicht dahin, wo es weh tut. Das ist das, was uns dann eben gefehlt hat.“

Trotz dass die VfLerinnen nicht zu einhundert Prozent das abgeliefert hätten, was sie im Stande sind zu leisten, zeigte sich Hansel dann aber doch versöhnlich: „Eine Niederlage mit fünf Toren gegen Köln ist völlig in Ordnung.“ Angesprochen auf die Einstellung der Spielerinnen, die Lampe in der Vorwoche kritisiert hatte, entgegnete sie: „Man hat schon eine kleine Veränderung bei den Spielerinnen gesehen“, schlägt aber in die gleiche Kerbe wie Lampe: „Ich glaube nicht, dass es alle bis ins letzte Mark verstanden haben. Es wird jetzt richtig eng. Die Spielerinnen müssen wissen, wie man einen Spieltag im Abstiegskampf angehen muss, um auch die letzten Prozente herauszuholen.“

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