Oldenburg /Hamburg Es ist nichts Ungewöhnliches daran, als Meister einer Liga einen Siegerpokal zu bekommen. Die Männer vom Oldenburger TeV waren nach ihrem sechsten Erfolg im sechsten Punktspiel dieser Regionalliga-Saison, einem 6:0 beim Club an der Alster in Hamburg, dennoch überrascht davon. Denn normalerweise bekommt der Champion der im Winter höchsten deutschen Spielklasse „irgendwann einen Zinnteller vom Verband“, sagt OTeV-Trainer Daniel Greulich – mehr nicht, das war’s dann.

Für die symbolische Krönung direkt nach dem Ende der Hallenrunde und damit eine im wahrsten Sinn des Wortes dicke Überraschung sorgte einer aus den eigenen Reihen: Zu Ehren seines Teams hatte Florian Barth in der Woche nach dem vorzeitigen Titelgewinn am vorletzten Spieltag einen imposanten Henkelpott anfertigen lassen, der sich vor dem der Fußball-Champions-League keinesfalls verstecken muss.

„Eine tolle Idee“, findet Greulich. Mannschaftsführer Michel Dornbusch ergänzt: „Flo meinte, ihm macht das so viel Spaß mit uns – und der Zusammenhalt ist genau der Grund, warum er so gerne bei uns spielen wollte.“ Barth, der in der Region Hamburg lebt und arbeitet, war 2019 zum OTeV gekommen und nehme die Fahrten wie „den extra Aufwand gern in Kauf“.

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„Natürlich Wahnsinn“

In Zeiten des Erfolgs fällt das naturgemäß leichter: Nennenswerte kritische Phasen hatten die OTeVer in diesem Winter nicht. Dafür ist die Bilanz von 12:0 Punkten und 34:2 Matchpunkten zu eindeutig. Beim Vorjahresmeister an der Alster gewannen die Oldenburg zum vierten Mal in dieser Saison 6:0. Das sei „natürlich Wahnsinn“, meint Dornbusch: „Ich weiß selbst gar nicht, wie das geht.“

In Hamburg ging es so, dass der 29-Jährige erstmals seit Anfang Dezember an Position zwei aufschlug, weil Stefan Seifert nach seinen Turnierreisen in die Mannschaft zurückkehrte. Dornbusch bezwang George von Massow 6:4, 7:6. Seifert setzte sich 6:4, 6:3 gegen Leonard von Hindte durch.

Barth und Mattis Wetzel gerieten zunächst in Satzrückstand, ehe sie ihre Einzel jeweils drehten. Der Mann mit dem Mitbringsel rang Demian Raab 3:6, 6:3, 10:6 nieder, Wetzel besiegte Flemming Peters 5:7, 6:3, 10:5. „Wir wollten alle noch mal Gas geben und die Saison richtig zu Ende bringen“, sagt Dornbusch.

Erneut die Höchststrafe

Und „richtig“ bedeutete eben einmal mehr die Höchststrafe für die Kontrahenten der OTeV-Spieler. Seifert und Dornbusch hatten im Doppel wenig Mühe mit von Hindte und von Massow (6:3, 6:2). Etwas knapper ging es beim 7:5, 7:5 zwischen Barth und Wetzel sowie David Eisenzapf und Peters zu.

Oldenburgs Lasse Muscheites kam wieder nicht zum Zuge, weil er kurzfristig gesundheitlich angeschlagen zuschauen musste, verpasste das Siegerbild mit Pokal aber nicht. Alexander Meyer fehlte in Hamburg – eine Hausarbeit musste fertig werden. Doch auf Barths Pott sind die Namen dieser ungewöhnlichen Saison alle eingraviert.

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