Oldenburg Mit der schlechtesten Saisonleistung haben die Oberliga-Fußballer des VfL am Sonntag ihre gute Ausgangsposition im Kampf um den direkten Aufstieg in die Regionalliga verspielt. Die Oldenburger (jetzt 52 Punkte, 28 Spiele) verloren das Heimspiel gegen Eintracht Northeim 1:5 und sind durch diese derbe Klatsche auf den vierten Rang zurückgefallen. ULM Wolfsburg (55, 29) ist nach dem 3:1 bei Heeslinger SC jetzt Erster. Auch der dritte Aufstiegskandidat, der 1. FC Wunstorf (53, 29), ist nach einem 2:1 beim BV Cloppenburg am VfL vorbeigezogen.

„Wir waren heute von A bis Z nicht auf dem Platz. Northeim hat völlig verdient gewonnen. So eine Leistung ist natürlich nicht optimal vor den beiden letzten wichtigen Spielen“, sagte VfL-Trainer Dario Fossi, dessen Team das Erreichen der Aufstiegsrunde als Zweiter noch in eigener Hand hat, aber sich deutlich steigern muss.

„Die erste Halbzeit war ausgeglichen, beide Mannschaften hatten Chancen. In der Pause hatte ich etwas Angst, dass das Spiel kippen könnte“, meinte Northeim-Coach Philipp Weißenborn. Angst hatten nach Wiederbeginn aber nur die Gastgeber. Sie wurden von Minute zu Minute hektischer und nervöser. Dadurch verloren sie Zweikämpfe vor dem eigenen Strafraum und bremsten die Northeimer oft nur noch durch Fouls.

So war das 0:1 nur noch eine Frage der Zeit. In der 62. Minute schlenzte Silvan Steinhoff einen Freistoß links an der schlecht stehenden Mauer vorbei ins Netz. Fünf Minuten später hätte Kristof Köhler fast das 1:1 erzielt, bei seiner verunglückten Flanke von der linken Seite klatschte der Ball aber nur an den rechten Pfosten.

Nur eine Minute später klingelte es nach einem Freistoß von Thorben Rudolph erneut im VfL-Tor. Melvin Zimmermann gewann mit kräftigem Körpereinsatz das Duell mit Philip Nauermann und köpfte den Ball aus vier Metern in die Maschen. Nach diesem Gegentreffer verlor der VfL völlig die Linie. Luca-Paul Herrdum nutzte die Kopflosigkeit in der VfL-Defensive mit einem Schuss aus 18 Metern zum 3:0 aus.

Danach forderte Fossi sein Team auf, defensiver zu spielen und weitere Gegentore zu vermeiden. Nach dem 1:3 von Pascal Steinwender (85.) verloren die Gastgeber aber die letzte taktische Disziplin und genehmigten Melvin Zimmermann und Paul Mähner noch zwei Tore. „Wir müssen das Spiel jetzt schnell aus den Köpfen kriegen“, sagte Fossi: „Ab Montag gilt die ganze Konzentration dem wichtigen Spiel am Mittwoch bei Arminia Hannover.“

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