Oldenburg Eine lange Anlaufzeit und einen Weckruf brauchten die Oberliga-Fußballer des VfL am Sonntag, ehe sie im Heimspiel gegen den MTV Wolfenbüttel ihre Linie fanden. Am Ende standen für die Oldenburger aber ein klarer 5:1-Sieg und der Sprung auf Tabellenplatz drei zu Buche.

„Wir hatten vor der Pause einfach keine Ruhe im Spiel. Aber auch nach dem 4:1 waren wir nicht souverän, wie ich es mir gewünscht hätte“, bilanzierte VfL-Coach Dario Fossi nach dem Sieg gegen den jetzt auf den letzten Platz gerutschten Abstiegskandidaten.

Die Gäste waren Mitte der ersten Halbzeit durch Mark-Philip Wolf in Führung gegangen (25. Minute) und hatten bis dahin in der Defensive kaum vor Problemen gestanden, weil die Oldenburger viel zu hektisch und fehlerhaft gestartet waren. Nach dem 0:1 machte Fossi taktisch aus seiner 4-1-2-3-Formation ein 4-2-3-1 und versuchte auch verbal, seine Spieler zu beruhigen. „Spielt weiter, ihr müsst immer weiter spielen“, rief er kurz vor dem Ausgleich in Oliver-Kahn-Manier auf das Feld.

Es wirkte. Kurz danach traf Marten Schmidt nach einem Spielzug über Mika Nienaber und Conrad Azong zum 1:1 (39.). Wenig später köpfte der 24-Jährige nach einer Ecke von Rami Kanjo das 2:1 (44.) und nahm den Gästen direkt nach dem Wiederanpfiff die Hoffnung auf einen Punktgewinn. Nach dem Anstoß kam der Ball über Kanjo und Sven Lameyer zu Schmidt, der die Kugel aus kurzer Distanz zum 3:1 über die Torlinie drückte (46.).

„Das Tor war unser Genickbruch. In der ersten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, aber schon das 1:2 nach einer Ecke hätte nicht fallen dürfen“, meinte MTV-Trainer Oliver Dotzauer, dessen Team es nicht mehr schaffte, den VfL-Spielaufbau entscheidend zu stören.

Die Gastgeber schraubten das Ergebnis durch Tore von Kanjo (70., 20-Meter-Freistoß) und des eingewechselten Bourdanne Ngongfor (84.) hoch. Dazu traf Andre Jaedtke (74.) wie zu Beginn (6.) einmal Pfosten. Auch Tim Wollesen scheiterte mit einem Kopfball am Aluminium (82.). „Bis zum 1:1 lief bei uns eigentlich gar nichts. Danach war ich dreimal genau an der richtigen Stelle“, freute sich Schmidt über sein gutes Gespür und seinen ersten Dreierpack in einem Punktspiel für den VfL.

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