Oldenburg Eine doppelte Rückkehr feiert Marco Elia, wenn er im Winter bei Fußball-Bezirksligist GVO das Traineramt übernimmt. Für den dann 44-Jährigen ist es das Comeback im Trainergeschäft und eine Heimkehr zu seinem Ex-Club. In der Saison 2016/2017 war er bereits einmal Coach der Osternburger. Unter seiner Regie wurde das Team damals Zehnter.

„Das Projekt GVO ist noch nicht abgeschlossen“, erklärt der A-Lizenz-Inhaber, der vorerst bis zum Sommer 2020 an den Verein gebunden ist, und fügt hinzu: „Ich freue mich auf die Aufgabe. GVO hat eine Klassemannschaft, mit der mehr möglich ist als nur Bezirksliga.“

Der verheiratete Vater von zwei Kindern hat die Mannschaft, die nach dem überraschenden Abgang von Hans-Jürgen Immerthal in drei Partien unter Interimscoach Jan Majewski sechs Punkte holte und aktuell Vierter ist (14 Spiele, 24 Punkte), am Sonntag beim Spiel gegen Heidkrug beobachtet. Aus einem 0:2 machten die Osternburger da trotz einer Gelb-Roten Karte noch einen 4:2-Sieg.

„Die Spieler haben Mentalität und Moral. Es wird aber schwer“, sagt Elia mit Blick auf „die richtig guten Mannschaften“ der Spitzenclubs SV Wilhelmshaven (15, 32) und Frisia Wilhelmshaven (14, 31). Auch die fünftplatzierten Rasteder (14, 22) seien „noch gut im Rennen“.

2017 hatte Elia die Osternburger in Richtung eines Liga- und Stadtrivalen verlassen. „Die zweite Mannschaft des VfB hatte damals in der Bezirksliga eine bessere Perspektive als GVO“, erklärt Elia, der die Regionalliga-Reserve 2017/2018 mit der besten Rückrundenbilanz aller Teams auf Rang drei geführt hatte. Trotzdem meldete der VfB die Mannschaft aus finanziellen Gründen vom Spielbetrieb ab.

Elia rückte in den Regionalliga-Trainerstab auf, wurde im September 2018 Nachfolger von Chefcoach Stephan Ehlers und musste nach zehn Monaten trotz eines Vertrages bis Sommer 2020 Platz für Fußballlehrer Alexander Kiene machen. Eine Begründung war die schlechte Heimbilanz.

„So ganz hatte ich die Entscheidung des Vereins nicht verstanden“, sagt Elia: „Von nicht wenigen Regionalliga-Trainern habe ich Nachrichten bekommen, in denen sie sich positiv über meine Arbeit beim VfB geäußert haben. Das hat mir schon geholfen.“

Die Zeit in der Regionalliga sei „eine wahnsinnig lehrreiche und informative Fahrt“ gewesen. „Ich habe beim VfB bestimmt nicht immer alles richtig gemacht, aber sehr viel gelernt“, sagt der frühere Keeper, der sich im Oktober das Derby gegen Jeddeloh (2:0) im Marschwegstadion angesehen hat: „Auf dem neuen Rasen kann man jetzt ganz anders Fußball spielen.“

Das nächste Ziel ist das Turnier der Traditionsteams am 3. Januar (18.30 Uhr) mit dem VfB in der großen EWE-Arena. „Dafür trainiere ich schon, da will ich natürlich wieder dabei sein“, sagt Elia. Bis zum Start bei GVO im Februar will der Berufssoldat sonst noch „die Zeit mit der Familie genießen – dann werde ich mir wieder den Stress als Trainer antun.“

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