Oldenburg Sicher ist nur, dass nichts sicher ist: Mit der Ausdehnung der Spielbetriebspause in allen Spielklassen im Männer-, Frauen und Jugendbereich bis 19. April hat der Niedersächsische Fußballverband (NFV) am Dienstag zumindest für zeitliche Klarheit gesorgt. Auch auf Kreisebene ist aber allen Beteiligten einerseits klar, dass das in der Coronavirus-Krise noch lange nicht das Ende des Fußball-Stopps sein muss, und andererseits weiter unklar, ob und wie die Saison irgendwann fortgesetzt werden kann.

„Es gibt keine Notfallpläne. Niemand weiß im Moment, wie es weitergeht. Niemand kann sagen, ob wir im Mai spielen werden. Wenn die Pause acht Wochen oder noch länger dauert, ist die Saison vorbei“, sagt Manfred Walde, Vorsitzender des NFV-Kreises Jade-Weser-Hunte.

„Fußball steht jetzt auf der Prioritätenliste ganz weit hinten, es gibt viele wichtigere Probleme, die gelöst werden müssen“, meint Walde. Momentan verbiete es sich einfach, „irgendwelche Pläne zu machen. Wir können nur warten und hoffen, dass sich die Situation entspannt und verbessert.“

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Auch Horst Rickels, Staffelleiter der Kreisliga, hat keinen Notfallspielplan in der Schublade. „Ich weiß nicht, wann oder wie es weitergeht – und ich selbst stelle mir diese Fragen im Moment auch nicht“, sagt Rickels.

In der Kreisliga hatten sich durch witterungsbedingte Absagen ohnehin schon zahlreiche Nachholspiele angesammelt. Während Spitzenreiter VfL Oldenburg II vor allem durch die Möglichkeiten, die der eigene Kunstrasen bietet, schon 23 Spiele bestreiten konnte, hat Wiefelstede gerade einmal die Hälfte der 32 Saisonpartien absolviert.

Auch das dürfte bei der Entscheidung des NFV in der vergangenen Woche, den Spielbetrieb erst einmal bis zum 23. März auszusetzen, eine Rolle gespielt haben. Doch jetzt wurden die Fußball-Funktionäre von den Entwicklungen und den politischen Entscheidungen überrollt und überholt. Wie in anderen Städten und Gemeinden sind in Oldenburg alle städtischen Sportstätten längst bis 19. April für Spiel- und Trainingsbetrieb gesperrt worden.

„Die Absage bis zum Ende der Osterferien ist nicht nur richtig, sondern mehr als nur notwendig“, meint Jürgen Gaden, Trainer von Kreisligist SW Oldenburg: „Dass man in den oberen Ligen daran denkt, im April wieder zu spielen, kann ich nicht verstehen – das ist in der jetzigen Situation einfach nur irrational“, findet Gaden klare Worte. „Es geht im Moment nicht darum, ob wir im Mai oder erst nach den Sommerferien wieder Fußball spielen“, sagt er und ergänzt: „Wir müssen jetzt abwarten, welche Entscheidungen der NFV trifft. Irgendwann werden wir wissen, wann wir wieder spielen und in welcher Liga.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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