Oldenburg /Celle Mächtig angefressen war VfL-Trainer Dario Fossi nach der völlig unnötigen 2:4-Pleite seiner Fußballer bei Aufsteiger Eintracht Celle. „Wir hatten sehr viele Spieler auf dem Platz, die schon einige Jahre in der Oberliga spielen oder sogar in der Regionalliga gespielt haben. Von ihnen erwarte ich, dass sie ihre Erfahrung und Reife ausspielen“, klagte er.

Das taten die Oldenburger aber nur in der ersten halben Stunde und hätten viel höher als 1:0 in Front liegen müssen. Nach der Führung von Andre Jaedtke, der nach einem guten Zuspiel Celles Schlussmann Tjark Klindworth aus sieben Metern keine Chance ließ (23. Minute), hätte der VfL nachlegen können, doch Kai Kaissis scheiterte am starken Torwart (27.) und Jannek de Buhr traf nach Vorarbeit von Jonas Siegert nur den rechten Pfosten (32.).

Nach dieser Drangphase wurde das Spiel der Gäste zusehends schlampiger. Im Angriff gab es haarsträubende Abspielfehler, bei den Abwehraktionen agierten die Oldenburger nun überheblich. Zwei dieser Defensivaussetzer führten auch zum 1:1. Leon Neldner leistete sich ein überflüssiges Foul, ehe beim Freistoß die Zuordnung in der Abwehr nicht stimmte und Malte Marquardt den Ball ungehindert aus 16 Metern in den rechten Winkel des VfL-Tores schießen konnte (38.).

Kurz nach der Pause sah Neldner wegen eines unnötigen Haltens seines Gegenspielers die Gelb-Rote Karte (53.). Sieben Minuten später leistete sich Marten Schmidt ein Foul, nach dem Yusuf-Islam Akdas den Freistoß direkt zum 2:1 für den Aufsteiger verwandelte.

Der VfL gab sich aber noch nicht geschlagen und kam durch eine schöne Einzelaktion des eingewechselten Rami Kanjo zum 2:2, ehe sich in den letzten zehn Minuten die Ereignisse überschlugen. Erst hatten die Gäste Glück, dass Yannik Ehlers einen Foulelfmeter nach einer Aktion von Nils Frenzel und Sven Lameyer gegen Hilger-Noel von Elmendorff an den rechten Pfosten setzte, doch dann ließ sich der Regionalliga-Absteiger nach einer eigenen Ecke auskontern. Adrian Zöfelt ließ Frenzel stehen, spielte auch VfL-Torwart Jannik Zohrabian aus und schob den Ball zum 3:2 über die Torlinie (87.).

Vier Minuten später hatte Kanjo die Chance zum 3:3, doch Klindworth lenkte den Freistoß mit einer Hand über die Latte. Nach der folgenden Ecke fing sich der VfL durch Zöfelt noch den vierten Gegentreffer (90.+2). „Wir haben Celle vier einfache Tore schießen lassen“, ärgerte sich Fossi nach dem Schlusspfiff.

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