Oldenburg Die Hatz nach Zeiten und Platzierungen ist wahrlich nicht sein Ding – nichtsdestotrotz gehört Stephan Rakelmann vom LT Oldenburg-Süd sicherlich zu den bekanntesten Akteuren in der hiesigen Laufszene. Es gibt kaum eine Veranstaltung in der Stadt und der Umgebung, bei der der Augenoptikermeister nicht am Start ist. Sei es als Läufer oder Sponsor – nicht selten trifft beides zu. Auch bei der Sandkruger Schleife ist der 58-Jährige an diesem Sonntag doppelt aktiv.

„Besondere Atmosphäre“

„Ich liebe die Schleife. Das ist ein sehr schöner Lauf durch die Natur, der aber auch immer wieder seine Tücken mit dem Wetter hat. So habe ich schon alle möglichen Wetterbedingungen bei der Schleife gehabt, inklusive Streckenverlegungen“, erzählt Rakelmann, dessen Name bei der Großveranstaltung im Landkreis Oldenburg sogar die Startnummern ziert. Um 9.15 Uhr beginnt der 5-Kilometer-Lauf. Es folgen 13-Kilometer-Neujahrslauf um 10.15 Uhr und 1-Kilometer-Kinderlauf um 10.30 Uhr. Start und Ziel befinden sich jeweils an der Schultredde.

Zum 18. Mal läuft Rakelmann bei der Schleife, die in diesem Jahr ihre 23. Auflage erlebt. Nur zweimal musste er seit seinem Debüt im Jahr 1999 auf seinen Lieblingslauf verzichten, da der Termin mit einer Sportartikelmesse in München kollidierte. „Der Lauf hat eine ganz besondere Atmosphäre, eine spezielle Neujahrsstimmung – es ist das erste Aufeinandertreffen der Oldenburger Läuferfamilie in diesem Jahr“, schwärmt der Unternehmer mit Durchblick, der mit seinem Sponsoring gerne etwas an seinen Sport zurückgeben will.

Selbst kam Rakelmann „erst“ im Alter von 35 Jahren zum Laufen. Davor betrieb er eher sporadisch Sport. Eine Angestellte brachte ihn damals dazu, an einem Laufkurs bei Tura teilzunehmen. „Die haben den Kurs sogar extra für mich eine halbe Stunde nach hinten verlegt, damit ich teilnehmen konnte“, blickt der 58-Jährige zurück: „Da blieb mir dann nichts anderes übrig, als hinzugehen.“

Ein halbes Jahr später wurde der Oldenburger Citylauf zu seiner ersten Laufveranstaltung. 1996 kam er dann zum Lauftreff Oldenburg-Süd, dem er bis heute treu geblieben ist, und steigerte sich bei Wettkämpfen von fünf auf zehn Kilometer. 1999 wurde der 13er bei der Schleife zu seiner bis dahin und für einige Zeit längsten Distanz.

In Mutter Natur

Anders als bei vielen anderen Aktiven, die heutzutage schnell einen Halbmarathon in Angriff nehmen, feierte Rakelmann sein 21,1-Kilometer-Debüt erst 2008 in Wilhelmshaven. Zwei Jahre später rief er selbst eine Veranstaltung ins Leben: den Osternburger Mittsommernachtsberglauf, der sich seitdem zunehmender Beliebtheit erfreut.

Mittlerweile hat Rakelmann Geschmack an den langen Kanten gefunden – speziell wenn diese in Mutter Natur stattfinden. Insbesondere faszinieren ihn dabei Bergläufe wie der Jungfrau-Marathon oder der Zillertaler Steinbockmarsch. Auch der Rennsteig- sowie der Hermannslauf gehören zu den Highlights, die der Mann mit Hang zum Berg bisher erlebt hat.

„Ich hoffe, noch lange fit und schmerzfrei zu bleiben. Es gibt noch einige interessante Läufe in Deutschland, an denen ich gern teilnehmen möchte“, meint der bekennende Genussläufer und ergänzt: „Gern in Verbindung mit einem Kurzurlaub.“

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