Oldenburg Dreimal liefen die American-Football-Spieler der Oldenburg Knights in dieser Saison bereits gegen eine der beiden Hamburger Mannschaften auf – noch nicht ein einziges Mal schaffte es ein Akteur von der Elbe, mit dem Ball die Oldenburger Endzone zu betreten. Natürlich soll das auch im letzten Saisonspiel der Ritter an diesem Samstag (15 Uhr) bei Tabellenführer Hamburg Pioneers so sein.

„Die Null soll stehen bleiben“, gibt Defense Coordinator Jens Püschel dementsprechend auch als Motto des Tages aus. „Wir fahren nicht nach Hamburg um mitzuhalten mit dem Tabellenführer, sondern wir wollen das Spiel gewinnen“, sagt Trainer Holger Völling, dessen Team den Klassenerhalt nach zuletzt vier Siegen in Serie und jetzt 13:13 Punkten bereits in der Tasche hat: „Ein Sieg gegen die Pioneers wäre nun das Sahnehäubchen auf eine super Rückrunde.“

Mit einem Erfolg könnten die Oldenburger nicht nur Gesamtplatz vier fix machen, sondern auch noch zum Meistermacher avancieren. Die Pioneers (19:5 Punkte) liegen bei jeweils noch zwei ausstehenden Partien aktuell einen Zähler vor den Hannover Spartans (18:6). „Die Pioneers wissen auch, dass sie dieses Spiel noch nicht gewonnen haben und werden sich sicher an das 0:0 im Hinspiel erinnern“, sagt Völling und verrät: „Offense Coordinator Marcus Meckes hat bei der Videoanalyse ein paar Lücken in der Defense der Pioneers entdeckt und sich für die ein paar Überraschungen ausgedacht. Mal sehen, wie schnell die darauf reagieren können.“

Der Knights-Trainer hat bis auf O-Liner Florian Rückeshäuser alle Mann mit an Bord. „Flo wird uns schon fehlen, aber da er, nachdem er als Trainer aufgehört hatte, eigentlich nur noch ein bisschen in der Zweiten spielen wollte, hatte er für diese Zeit schon Urlaub gebucht“, erklärt Völling: „Mittlerweile hat er aber wieder richtig Feuer gefangen und ärgert sich nun, nicht dabei sein zu können.“

Für die nötigen Punkte für einen Sieg möchte in der Offense der Ritter Wide Receiver Simon Gelhaus sorgen. Der Passempfänger feierte in der vergangenen Saison gegen die Pioneers sein Debüt im Knights-Trikot. Eine Knieverletzung hatte den Rookie einen großen Teil der Spielzeit außer Gefecht gesetzt.

Zuvor hatte er schon einiges ausprobiert. Fußball, Handball, Tennis und Kampfsport stehen in seiner Vita. Richtig gefesselt hat ihn erst Football. „Ich hatte vom Probetraining bei Facebook gelesen, weil mich die NFL seit längerem fasziniert hat, bin ich einfach mal hin – da war ich sofort angefixt vom besten Sport“, erzählt Gelhaus.

„Auch wenn man es nicht glaubt, so hat man als Receiver verschiedene Jobs zu erfüllen“, erklärt der 22-Jährige: „Es geht nicht nur darum, Bälle zu fangen. Auch wenn das unter anderem eine meiner Stärken ist“, berichtet der vielseitig einsetzbare Offensivspieler der Knights: „Es war dieses Jahr von Vorteil, dass ich unser Playbook gut verstanden habe und so immer wieder auf anderen Positionen eingesetzt werden konnte. Das war wichtig – bei den vielen verschiedenen Spielern, die dieses Jahr als Receiver ausgeholfen haben und auf dem Feld an die Hand genommen werden mussten.“

Nachdem das erste Saisonziel erreicht ist, soll nun Nummer zwei realisiert werden. „Unser gemeinsames Ziel war es, diese Saison zur besten der Knights zu machen. Dabei wollten wir am Ende möglichst mit einer ausgeglichenen Bilanz dastehen.“ Dazu wäre ein Remis wie im Hinspiel nötig, vielleicht springt ja sogar ein Sieg heraus.

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