Oldenburg Spiele gegen Football-Teams aus Hamburg scheinen der Defense der VfL Oldenburg Knights besonders gut zu liegen. Nach dem 9:0 Sieg gegen die Blue Devils zu Beginn der Regionalligasaison blieb auch an diesem Wochenende gegen Tabellenführer Hamburg Pioneers die Null stehen.

Allerdings zeigte sich auch die Defense der Pioneers in Bestform, so dass am Ende ein leistungsgerechtes 0:0 stand. Ein Ergebnis das im American Football so selten ist, dass sich einzig Trainer Mathias Bonner daran erinnern konnte, jemals bei einem Spiel dabei gewesen zu sein, das 0:0 ausging. „Das habe ich bisher erst einmal erlebt. Ich bin super stolz auf die Defense. Ein ganz großes Lob an die Jungs, die haben ihre Sache sehr gut gemacht“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Ein Sonderlob erhielt dabei Defense-Back Philip Drews, der eigentlich für das Landesligateam der Knights aufläuft und mehrfach mit spektakulären Rettungsaktionen auffiel. „So bringt man sich in den Fokus der Trainer. Philip hat seine Chance optimal genutzt“.

Nicht ganz so zufrieden zeigte sich Bonner dagegen mit der Offense. „Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Wir hatten hier wieder zahlreiche Ausfälle. Als wir kurz vor dem Ende ein First-Down einen Yard vor der Endzone hatten, hätten wir mit einer konzentrierten Aktion den Ball über die Linie tragen müssen und so das Spiel entscheiden können.“

Dabei hatte er sich für die Offense etwas Besonderes ausgedacht. Um Quarterback Justus Marterer zu entlasten, begannen die Knights mit Abwehrspezialist Jackson Putnam auf der Position des Spielmachers. Eine Position, die dieser zuletzt vor fünf Jahren innegehabt hatte.

Es war ein Spiel, was von den Abwehrreihen dominiert wurde. So kam es, dass keines der beiden Teams sich in der ersten Halbzeit gefährlich der Endzone nähern konnte. Anfang der zweiten Hälfte sollte dies den Knights erstmals gelingen. Ein langer Pass auf Ray Tiller konnte aber in letzter Sekunde von den Gästen abgefangen werden, so dass diese in der eigenen Endzone ein neues First Down bekamen. Nun bestand für die Knights die Chance, durch ein Safety zu einer 2:0-Führung zu kommen, aber die Gäste schafften es, sich aus dieser misslichen Situation zu befreien.

Zwei Minuten vor Ende des Spiels sollten die Gastgeber noch einmal die Riesenchance auf einen Punktgewinn erhalten, nachdem sie sich bis auf einen Yard an die Endzone herangekämpft hatten. Aber es sollte nicht reichen. Weder schafften es die Knights, in drei Versuchen den Ball in die Endzone zu tragen, noch konnte Pascal Brinkers ein Field Goal erzielen. So blieb es beim 0:0.

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