OLDENBURG Ralph Ogden spielte von 1970 bis 1971 in der Profiliga NBA. 1976 kam er zum Oldenburger TB.

Von Heinz Arndt OLDENBURG - Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Universität im kalifornischen Santa Clara wurde der seit 1976 in Oldenburg lebende, heute 59-jährige Ralph Ogden jüngst zusammen mit seinem Bruder Bud und weiteren 24 Stars der vergangenen 40 Jahre in die „Hall of Fame“ (Ruhmeshalle) dieser Universität aufgenommen. Zuvor war Ogden bereits im Jahre 2000 in die „Hall of Fame“ der Lincoln High School in San José (Kalifornien) sowie 2005 in die niedersächsische „Ruhmeshalle“ berufen worden.

„Die Berufungen sind natürlich eine große Ehre für mich und machen mich stolz“, freut sich Ogden. „Es ist eine schöne Sache, dass man mich nach all den Jahren in meiner kalifornischen Heimat nicht vergessen hat. Auch dass ich einer von vier Basketballspielern in der niedersächsischen Hall of Fame bin, ist eine ganz tolle Sache für mich. Diese Ehrung kam damals für mich völlig überraschend“, erklärt Ogden, der im Dezember 2006 durch seine Tochter Leslie zum ersten Mal Großvater wurde.

In seiner kalifornischen Heimatstadt San Jose hatte Ogden bereits frühzeitig mit dem Basketball begonnen. Dort konnte er auch seine ersten großen Erfolge feiern. Mit den Universitäts-Teams von San José und Santa Clara sammelte er diverse Titel und Auszeichnungen.

Dem Team in Santa Clara gehörten übrigens einst auch die heute bei den EWE Baskets sowie bei den Eisbären Bremerhaven in der Bundesliga spielenden Doron Perkins und Brian Jones an. Sie trafen zeitgleich mit der Ehrung in Santa Clara in Oldenburg aufeinander, wo Perkins sich am Ende über den Oldenburger Sieg freuen durfte.

Nach einem Jahr von 1970 bis 1971 bei den San Francisco Warriors in der nordamerikanischen Profiliga NBA wechselte Ogden 1972 als erster NBA-Profi nach Deutschland zum damaligen Erstligisten VfL Osnabrück. Sein erstes Spiel für den VfL bestritt er im Pokal in der Halle am Haarenufer gegen den Oldenburger TB. 1976 kam er nach Oldenburg und sorgte für den großen Wiederaufschwung in den Basketball-Reihen des OTB. So führte er das Team als Spieler und Trainer von der Oberliga bis in die Erste Bundesliga.

Auch heute ist der hauptberuflich als Exportkaufmann tätige Ogden in Sachen Basketball überaus aktiv. 1993 gewann er mit der deutschen Senioren-Nationalmannschaft in Australien die Senioren-Weltmeisterschaft. Im vergangenen Jahr trug er zum dritten Platz bei den Europameisterschaften bei. Jetzt bereitet er sich für die im August in Puerto Rico stattfindende Ü-55-Weltmeisterschaft vor. Neben ihm stehen aus Oldenburg auch Klaus Westerhoff, Wolfgang Hellmich und „Sammy“ Behrens im deutschen WM-Kader.

Ogden: „Zudem möchte ich mit den Senioren-Teams des OTB noch den einen oder anderen deutschen Meister-Titel erreichen.“ Bislang kann er bereits elf deutsche Meisterschaften mit Wolfenbüttel und dem OTB vermelden. Daneben trainiert Ogden noch die erste Frauenmannschaft des OTB, die in der Oberliga spielt und der u.a. seine Tochter Kristin angehört.

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