Ofenerdiek Guckt man im Internet nach, so steht dort geschrieben, dass die geschichtlichen Wurzeln des Spiels mit Steinkugeln bis 460 vor Christus zurückreichen. Somit war es ein langer zeitlicher Weg um dem „Schweinchen“ auch im Stadtteil Ofenerdiek ein Stück näher zu kommen. Das „Schweinchen“, französisch Cochon, spielt nämlich beim Boule (auch Pétanque oder Boccia genannt) eine wichtige Rolle.

Die Kugelsportart Boule steht als Sammelbegriff für alle darunter fallenden Varianten. Am bekanntesten ist das sogenannte „Pétanque“, nach dessen Regeln auch gespielt wird, wenn man von Boule spricht. Bei dem Freizeit-Kugelspiel geht es darum, mit seiner Kugel so nah wie möglich an die Zielkugel (das Cochon) heranzukommen. Und das ist nun auch in Ofenerdiek möglich.

Unter dem Beifall zahlreicher Gäste haben Hermann Diercks (1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Ofenerdieker Vereine), Bodo Gerdes (Projektleiter für die Boule-Bahn) und Petra Schlumm (Hausleitung Hansa-Seniorenwohnstift Ofenerdiek) die Boule-Anlage eröffnet. Unisono erklärten Schlumm und Diercks, dass diese neue Anlage eine Bereicherung für den Stadtteil ist und dass sie sich zukünftig als Herzstück für ein geselliges Miteinander entwickeln könnte.

Auf dem Grundstück des Seniorenwohnstiftes, vis-a-vis vom Swarte-Moor-See, liegt die von engagierten Ofenerdiekern in Eigenleistung erstellte Boule-Anlage unmittelbar am See-Rundweg. In einem Rückblick erwähnt Bodo Gerdes, dass bereits 2012 mit der Planung des Areals seitens der Stadtverwaltung am See begonnen wurde. Schon damals kam aus der Bevölkerung der Wunsch nach einer Boulebahn. Nach Abschluss des ersten Investitionspaketes für den Kernbereich des Stadtteilparks Swarte-Moor waren die Gelder im Jahr 2017 für weitere Projekte bereits erschöpft. Ein Aufgeben des Projektes Boulebahn kam aber für den Arbeitskreis nicht in Frage und so beschloss man kurzerhand, die Anlage mit eigenen Mitteln zu finanzieren und herzustellen.

Im Juni 2017 wurde mit dem Bau der Boule-Bahn durch Mitglieder des Arbeitskreises der Arbeitsgemeinschaft Ofenerdieker Vereine und weiterer Helfer begonnen. Das Seniorenwohnstift stellte das Grundstück zur Verfügung und ebenso die Geldmittel für das Material, betonte Bodo Gerdes.

Neben erfahrenen Spielern gesellten sich bei der Eröffnung auch immer mehr Zaungäste an den Rand der Boule-Bahn, um hier eine erste Trainingsstunde von den zur Unterstützung gerufenen Etzhornern zu bekommen. Im benachbarten Etzhorn gibt es – wie berichtet – seit 2010, auf dem ehemaligen Marktplatz zwischen der Butjadinger Straße und dem Etzhorner Weg, einen Bouleplatz und seit diesen Tagen auch eine wachsende Anzahl von routinierten Boule-Spielern.

Nun lassen auch die Ofenerdieker die Kugeln rollen. Eine Tafel am Spielfeldrand liefert Erklärungen, wie’s geht.

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