Oldenburg Zurück in der Erfolgsspur, das Offensivspiel raffiniert angekurbelt, endgültig in der Spitzengruppe der Oberliga etabliert: Die VfL-Fußballer haben sich eine Woche nach der ersten Saisonniederlage in Bückeburg (1:2) an diesem Sonntag auf dem heimischen Kunstrasen in einem teilweise nickligen Spiel mit 3:1 gegen Mitaufsteiger TB Uphusen durchgesetzt. Nur die um ein Tor schlechtere Tordifferenz trennt das weiterhin zweitplatzierte Team von Trainer Ulf Kliche vom nun punktgleichen Tabellenführer FT Braunschweig, der zeitgleich ULM Wolfsburg zu Hause mit 1:3 unterlag.

„Wir wollen natürlich so lange wie möglich oben dranbleiben – aber in aller Bescheidenheit“, meinte Kliche nach dem Spiel. „Der VfL hat unsere Fehler – und das waren reichlich – gut ausgenutzt“, sagte Uphusens Co-Trainer Sven Zavelberg, der den beruflich verhinderten Andre Schmitz als Chef an der Seitenlinie vertrat: „In den ersten fünf bis zehn Minuten waren wir noch gar nicht da.“

Bereits nach 60 Sekunden hatte Daniel Kulbatzki gegen die stark ersatzgeschwächten Gäste die große Chance zur Führung, legte aber nach einem langen Ball und einer Kopfballverlängerung von Kai Schröder einen Heber am Tor vorbei.

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Immer wieder stießen Kulbatzki, sein Außenstürmer-Pendant von der rechten Seite, Maik Spohler, wie der im offensiven Mittelfeld wirbelnde Patrick Lizius ins Sturmzentrum vor, machten damit Platz für die weit vorne agierenden Außenverteidiger und tauchten mehrfach gefährlich in der Schnittstelle zwischen den Innenverteidigern auf. Wegen Abseits nicht gegebene Treffer von Kulbatzki (5. Minute) und Simon Brüning (34.) sowie eine gute Möglichkeit des starken Lizius (14.) waren die Folge.

Auch die durchaus spielerisch überzeugenden Uphuser kamen durch Philip Schönewolf (18.), Saimir Dikollari (19.) und Denis Spitzer (35.) zu guten Chancen, ehe Kulbatzki nach einer feinen Vorlage von Brüning in der einstudierten Weise den ersten VfL-Treffer erzielte.

„Nachdem ich vorher die dicken Dinger vergeben hatte, war der ganz schön schwer – der Fuß war richtig wacklig“, meinte Kulbatzki, der später in ähnlicher Manier Schröder den Ball auflegte. Der Sturmtank traf per Heber zur Zwei-Tore-Pausenführung. „Ich bin natürlich froh, dass das Offensivspiel immer mehr greift“, sagte Kliche.

„Das 0:2 war fast schon der Genickbruch“, meinte Zavelberg, dessen Elf nach der Pause aber plötzlich deutlich mehr Druck als der VfL erzeugte. Ein Schuss von Aykut Kaldirici sprang vom Innenpfosten ins Feld zurück (49.). „Wir haben nicht mehr so konzentriert hinten herausgespielt, sind etwas ins Schwimmen gekommen, haben aber nicht viele Chancen zugelassen“, meinte der eingewechselte Rechtsverteidiger Stefan Noack. Er machte nach einem Freistoß von Ivan Kajic per Kopfball das 3:0 (70.).

Nachdem VfL-Keeper Nils Reinke einen Freistoß von Spitzer über die Latte gelenkt hatte (82.), traf Dikollari zwar kurz vor Schluss zum 1:3 (88.), doch der verdiente Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. „Mit den drei Punkten bin ich absolut zufrieden – souverän sieht aber anders aus“, kritisierte Kliche die unkon­trollierte Spielweise seiner Elf nach der Pause.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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