OLDENBURG Selten zuvor in der Geschichte der Oldenburger Sportlerwahl war das Endergebnis so knapp wie bei der 18. Auflage der Gemeinschaftsaktion von NWZ und Stadtsportbund. Als Moderatorin Ines Klemmer beim Ball des Sports in der Weser-Ems-Halle das gut gehütete Geheimnis des Wahlausgangs lüftete, ging ein Raunen durch die mit 600 Ballgästen gut besuchte Kongresshalle.

Für den emotionalen Höhepunkt sorgte dabei Alke Behrens. Die 29-jährige Rollstuhl-Basketballerin wurde mit Standing Ovations als „Sportlerin des Jahres 2008“ empfangen. Die gebürtige Zetelerin hatte 2008 mit dem deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalteam der Frauen bei den Paralympics in Peking Silber gewonnen und war dafür von den NWZ-Lesern nun mit 1280 Stimmen „belohnt“ worden.

Behrens setzte sich gegen die Vorjahressiegerin Anke Horstmann (Schützenverein Etzhorn/1192) und die Stabhochspringerin Tina de Boer (DSC Oldenburg/1158) durch und war zu Tränen gerührt. „Die Nominierung zur Wahl war schon eine große Ehre für mich, wenn man dann noch die große Anzahl an Stimmen sieht, ist das eine sehr große Anerkennung für mich und meine Sportart“, sagte Behrens.

Zu einem weiteren Publikumsliebling avancierte Tim Carstens vom HSFC Oldenburg. Der Handball-Torwart der deutschen Gehörlosen-Nationalmannschaft, mit der er 2008 EM-Bronze gewonnen hatte, war bei der Sportlerwahl mit 1193 Stimmen Zweiter hinter Basketball-Profi Rickey Paulding (1252) geworden – und wurde von den Ballgästen in der Gebärdensprache beglückwünscht: mit hochgestreckten Armen und drehenden Händen.

Hermann Schüller, Geschäftsführer der EWE Baskets, nahm am Sonnabend gegen 23 Uhr den Pokal für Paulding in Empfang. Da war der Leistungsträger des Bundesliga-Spitzenreiters – wie seine Mannschaftskollegen – schon wieder im trauten Heim, um sich mental auf das Derby gegen Quakenbrück am Sonntag vorzubereiten. Im ersten Ehrungsteil beim Sportlerball gegen 21.30 Uhr waren die Baskets-Korbjäger allerdings vollzählig vertreten und freuten sich über den zweiten Platz in der Kategorie „Mannschaft“ mit acht Stimmen Vorsprung vor den OTB-Sportakrobatinnen (1314).

Indes wurden die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg, die im Vorjahr Europapokal-Sieger im Challenge-Cup geworden waren, mit 1380 Stimmen zur „Mannschaft des Jahres 2008“ gewählt. Angesichts der vorherigen 24:33-Heimniederlage gegen Göppingen trug der Sportlerwahlsieg deutlich zur Aufmunterung bei den VfLerinnen bei. Einige von ihnen stürmten zwischendurch nicht nur die Tanzfläche, sondern gleich die Musikbühne.

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Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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