OLDENBURG Leichtathletik ist mit Sicherheit kein Schönwettersport, das bewiesen am vergangenen Wochenende einmal mehr rund 200 Nachwuchssportler im Marschwegstadion. Die Teilnehmer kämpften dabei nicht nur untereinander um gute Platzierungen und Bestmarken, sondern mussten auch mit den widrigen äußeren Bedingungen zurechtkommen.

Bei nassem und kaltem Wetter traten die jungen Athleten im Alter zwischen neun und 15 Jahren in Disziplinen wie Ballwurf, Hochsprung oder den Sprintstrecken an. Einer von ihnen war der 13-Jährige Helge Wellmann vom DSC Oldenburg, der gleich in drei Disziplinen an den Start ging. „Ich trainiere drei bis viermal pro Woche, und meine Lieblingsdisziplin sind die 1000 m“, erklärte der Nachwuchs-Athlet. Zwar standen die 1000 m für ihn diesmal nicht auf dem Wettkampfplan, aber Wellmann machte auch in den anderen Disziplinen eine gute Figur. Im Weitsprung belegte er mit 4,16 Meter den ersten Platz, über 100 m wurde er mit einer Zeit von 14,66 Sekunden Zweiter, und im Speerwurf belegte er mit 18,97 m den vierten Platz.

Auch die etwas jüngeren Teilnehmer, wie der elfjährige Julian Hartung, ließen sich vom schlechten Wetter nicht unterkriegen. Der DSC-Sportler, der auf der 50-m-Distanz in guten 7,80 Sek. den ersten Platz belegte, freute sich über seine Ergebnisse: „Das war der letzte Wettkampf für dieses Jahr – und jetzt bereiten wir uns auf die nächste Saison vor.“ Über 1000 m erreichte Hartung in 3:39,43 Min. Platz zwei. Bei den Schülerinnen der Altersklasse B zeigte Thea Schmidt (DSC) gute Leistungen und belegte sowohl über 75 m (11,05 Sek.), als auch im Weitsprung (4,44 m) und Hochsprung (1,35 m) den zweiten Platz.

Neben den sportlichen Ereignissen gab es aber auch kritische Worte. Nicht zu übersehen waren die vielen Wasserpfützen auf der Tartanbahn, die vor allem die Athleten auf den Bahnen zwei bis vier benachteiligten. Gabriele Wollstein vom DSC brachte das Problem auf den Punkt: „Der Zustand der 25 Jahre alten Bahn ist sehr schlecht – sie bedarf dringend einer Sanierung.“ Dabei bedauerte Wollstein, dass „das Image der Oldenburger Leichtathletik-Sportfeste leidet“. Die Sportfeste im Marschwegstadion hätten jahrelang einen guten Ruf gehabt, „da die Bahn immer als schnell galt“. Dies sei nun nicht mehr der Fall.

Die Leichtathletik-Abteilungsleiterin weiter: „Andere Vereine haben mir mehrmals bestätigt, wie gerne sie an den Wettkämpfen in Oldenburg teilnehmen, aber die Bahn lässt in diesem Zustand einfach keinen regulären Wettkampf zu.“ Somit bleibt nach einem schönen Sportfest eine Frage offen: Gibt es auch in Zukunft noch Leichtathletik im Marschwegstadion? Ob dies möglich ist, wird sich zeigen. Geht es nach Wollstein, ist eine Sanierung der Tartanbahn „unumgänglich“.

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