Oldenburg Zumindest für eine Woche haben die Volleyball-Männer des OTB die Tabellenspitze in der Oberliga übernommen. Durch zwei hart erarbeitete 3:2-Erfolge an ihrem Heimspieltag gegen Bremen 1860 II (22:25, 22:25, 25:22, 25:18, 15:10) und den VC Osnabrück (25:22, 25:19, 18:25, 21:25, 15:7) kletterten die Oldenburger mit Trippelschritten auf Platz eins. Der nun punktgleiche Meisterivale VCB Tecklenburger Land II, der aktuell zwei Spiele weniger ausgetragen hat, kann am nächsten Sonntag aber wieder vorbeiziehen.

Einen großen Schreckmoment erlebten die Gastgeber schon beim Aufwärmen vor der ersten Partie. Außenangreifer Thomas Adelmann verletzte sich am Sprunggelenk und fiel für den kompletten Heimspieltag aus. Damit standen OTB-Trainer Sönke Sevecke in der ersten Partie gegen die Bremer nur acht Spieler zur Verfügung. Für das zweite Duell konnte der ehemalige Kapitän Olaf Jahnke reaktiviert werden.

Gegen den Tabellenvierten von der Weser kamen die Oldenburger zunächst überhaupt nicht in Fahrt. „Vielleicht saß der Schock der Verletzung noch zu tief. Auf jeden Fall fehlten die nötigen Emotionen und die letzte Motivation“, bemängelte Sevecke. Zwei verdiente Satzverluste waren die logische Konsequenz des „blutleeren Auftritts“, so der Trainer.

Mit dem Wechsel von Jan Hartkens von der Diagonalposition in den Außenangriff zu Beginn des dritten Satzes stabilisierten sich die OTB-Männer, bekamen mehr Sicherheit in ihr Spiel und kämpften sich in die Partie.

Mit neuem Selbstbewusstsein ließen sie in den folgenden Durchgängen keinen Zweifel mehr aufkommen. Auch im entscheidenden Tie-Break setzten sich die Gastgeber souverän durch und feierten trotz des schleppenden Starts einen verdienten Sieg. Ein Extralob von Sevecke verdiente sich der 22-jährige Zugang Andre Goda, der nach seinem Wechsel von der SSG Etzbach (Rheinland-Pfalz) sein erstes Spiel im OTB-Trikot absolvierte.

Den Schwung des ersten Erfolges nahmen die Oldenburger mit in die zweite Partie gegen den Tabellenvorletzten aus Osnabrück. Vor allem durch eine gute Blockarbeit legten die Gastgeber die Basis für zwei ungefährdete Satzgewinne. „Ab dem dritten Durchgang hat sich dann der Kräfteverschleiß bemerkbar gemacht. Es sind dann die kleinen Fehler, die sich am Ende aufsummieren und den Gegner unnötig stark machen“, meinte Sevecke und ergänzte: „Wir hatten leider zu wenige Wechselalternativen, um da noch einmal gegenzusteuern.“

Im entscheidenden Tie-Break stemmte sich der OTB aber erfolgreich gegen die drohende Niederlage. Dabei überzeugte vor allem die Annahmereihe mit den Außenangreifern Jahnke und Hartkens sowie Libero Philipp Kremin. Sie waren Garanten für den knappen 3:2-Sieg.

„Es war ein echter Kraftakt, das zweite Spiel noch zu gewinnen. Aber insgesamt haben wir unter unseren Möglichkeiten gespielt und uns das Leben damit unnötig schwer gemacht“, sagte Sevecke und fügte hinzu: „Wir haben zwar beide Spiele gewonnen, aber auch unnötig zwei Punkte liegen gelassen. In den nächsten Spielen müssen wir die einfachen Dinge wieder besser machen und uns weiter steigern.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.