OLDENBURG Mit breiter Brust biegen die Spieler des VfL Oldenburg an diesem Sonntag (14 Uhr, Alexanderstraße) im Heimspiel gegen den Heesseler SV auf die Zielgerade der Hinrunde in der Fußball-Niedersachsenliga ein. Seit der 0:1-Auftaktniederlage in Esens ist die Mannschaft von VfL-Trainer Frank Claaßen inzwischen elf Spiele ohne Niederlage und führt die Tabelle bei noch vier ausstehenden Begegnungen in 2007 an. „Wir werden es nicht zulassen, dass diese Serie an diesem Wochenende reißt“, gibt sich Claaßen selbstbewusst.

Allerdings dürfte der vor allem zu Saisonbeginn frech aufspielende Aufsteiger aus Burgdorf den VfLern einiges an Widerstandskraft abverlangen. „Die Heesseler kommen fast nur über den Zweikampf, versuchen ihren Gegnern den Schneid abzukaufen und gehen dabei richtig drauf“, weiß Claaßen über die Mannschaft von Trainer Niklas Mohs. Allesamt Tugenden, die den Oldenburgern – wie in der Vergangenheit schon öfter zu beobachten – nicht so sehr liegen. Daher fordert Claaßen eindringlich: „Wir müssen den Kampf annehmen.“

Einer, der dies glänzend beherrscht, fehlt den Gastgebern allerdings noch monatelang. Im Spiel eins nach der schweren Verletzung von Arne Tammen (u.a. Fußgelenkbruch) soll daher Stefan Noack im defensiven Mittelfeld auf der Sechserposition neben Routinier Tim Steidten die „Aufräumarbeiten“ vor der Abwehr übernehmen. „So unauffällig wie er oft auch spielt, hat er sich im spielerischen Bereich richtig toll entwickelt und es zum Stammspieler gebracht“, traut ihm Claaßen diese Rolle sehr wohl zu.

Eine Schlüsselrolle, denn die Heesseler strahlen im Angriff in Person von Mark Wielitzka und Patrick Heldt (beide sechs Saisontreffer) durchaus Gefahr aus. „Da müssen wir richtig aufpassen“, ahnt Claaßen, der bis auf die Langzeitverletzten Tammen, Bitter und Pollmann aus dem Vollen schöpfen kann. So steht auch Christian Claaßen nach überstandener Oberschenkelzerrung wieder als Option neben Torjäger Sebastian Ferrulli (mit acht Toren zweitbester Schütze der Liga) zur Verfügung. Mit „Fips“ Claaßen dürfte auch die zuletzt vermisste Kreativität im VfL-Offensivspiel wieder auf den Platz zurückkehren. „Sowieso zeigt die Formkurve im spielerischen Bereich bei uns wieder nach oben“, nennt Frank Claaßen eine wichtige Erkenntnis aus dem 2:2 im Testspiel gegen den Oberligisten SV Wilhelmshaven.

Henning Busch
Lokalsport
Redaktion Friesland

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