Magdeburg /Delmenhorst Anschauungsunterricht erster Güte haben drei Schwimmtalente vom Polizei SV in Sachsen-Anhalt genossen. Beim hochkarätig besetzten Kräftemessen in Magdeburg, wo die Spitzenathleten Sarah Köhler, Laura Riedemann und Florian Wellbrock die Olympia-Normen unterboten, sammelten Magnus Danz, Diego Dekker und Constanze Huchtkemper sogar teilweise im direkten Duell mit den Assen für Tokio 2020 Erfahrungen für die Langbahnsaison.

Fünf Bestzeiten

„Es war sehr cool, mit diesen Stars in einem Becken und mit Wellbrock in einem Lauf zu schwimmen“, sagte Danz (Jahrgang 2004), der sich über 1500 Meter Freistil direkt mit dem Lokalmatador vom SC Magdeburg messen durfte. Der Weltmeister über diese Strecke im Becken und über zehn Kilometer im Freiwasser war in 14:46,61 Minuten fast 14 Sekunden schneller, als es für das Tokio-Ticket notwendig war.

Danz schwamm als Gesamtneunter in 17:00,89 Minuten eine von für ihn an diesem Tag fünf persönlichen Bestzeiten. Da auch die besten Langstreckler seines Jahrganges mit dabei waren, wisse er nun, „wo die Messlatte für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Ende Mai in Berlin hängt, und dass ich noch viel an mir arbeiten muss.“

Zudem verbesserte sich der Oldenburger Schwimmriese auch über 50, 200, 400 und 800 Meter Freistil. Die gleichaltrige Huchtkemper verbuchte nur eine Bestzeit weniger und überzeugte speziell über 400 Meter Freistil (4:46,99).

Auch Dekker (2007) steigerte sich über 1500 Meter auf 19:27,57 Minuten und brachte noch ein spezielles Souvenir mit: ein Foto mit Wellbrock. „Es war überwältigend und sehr lehrreich, weil man sich von den Assen viel abgucken konnte“, sagte das PSV-Talent. Beim direkten Kontakt habe er gemerkt, dass die Stars, die er „sonst nur im Fernsehen“ sieht, „nicht unnahbar“ sind.

Kurz nach dem „Fototermin“ mit dem Weltmeister ging’s schon auf den Heimweg, um in Delmenhorst beim Bezirksliga-Wettbewerb im Rahmen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Punkte für die zweite Männerauswahl der SG Region Oldenburg zu sammeln.

Hoffnung für Zukunft

Nach den überzeugenden Leistungen eine Woche zuvor in der 2. Bundesliga (Frauen, Klassenerhalt geschafft) und der Niedersachsenliga (Männer, Rang zwei) lagen die zweiten Mannschaften des Zusammenschlusses von PSV und Wardenburger SC nach den 34 Wettkämpfen auf den Plätzen fünf (Frauen) und vier (Männer) in der Graft­Therme.

Die SG sei „in der Breite gut aufgestellt“, zeigten sich die Trainerinnen Jana Meints und Beate Schroeder zufrieden mit den Ergebnissen aller Teams. Die Auftritte geben Zuversicht „für eine erfolgreiche Meisterschaftssaison“, meinte Schroeder. „Uns ist es vor allem gelungen, die jungen Nachwuchsschwimmer in die DMS-Teams zu integrieren – das gibt Hoffnung für die nächsten Jahre“, ergänzte Meints.

Die besten Punktesammler der Bezirksliga-Teams waren die PSVer Eske Franke (Jahrgang 2003, 2294 Zähler, 5 Starts, 4 Bestzeiten) und Lennart Mesenz (2005, 2289, 5, 5). Zur Frauenauswahl gehörten zudem Marielle Lambrecht, Tabea Brand, Esther Eicholz, Tessa Lümann, Annabel Rebnau, Neele Rinke, Maria Tjaden, Fee Weerda (alle PSV) sowie Lykka Peters und Lina Witte (beide WSC) an. Teil des Männerteams waren auch Kilian Rosenbohm, Julian Müller, Diego Dekker, Ole Fabian Frerichs, Erdi-Vahap Ilboga, Jan Kämper, Nicolas Weidner und Ben Weyen (alle PSV) sowie Jannis Heise (WSC).

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