Oldenburg Sein Metier ist eigentlich die Tartanbahn, aber wenn an diesem Sonntag wie immer Anfang Januar der Startschuss zur 13 Kilometer langen Sandkruger Schleife fällt, darf Jürgen Jeske nicht fehlen. Der 56-jährige VfLer ist seit 1997 immer am Start gewesen, immer über die 13 Kilometer. Egal, wie das Wetter oder die persönliche Form war, Jeske war mit dabei.

„Dieser Lauf ist etwas ganz Besonderes. Mir gefällt die Mischung aus Cross- und Straßenlauf“, sagt der Seniorenwart des NLV-Kreises Oldenburg-Stadt, der bei der Schleife lediglich sechsmal nicht die magische 60-Minuten-Grenze unterbot. Jeskes Bestzeit stammt aus dem Jahr 1999, als er nach 54:19 Minuten die Ziellinie überquerte.

Infos zur Schleife

Startzeiten 9.15 Uhr: 5-km-Lauf/-Walking/-Nordic-Walking. 10.15 Uhr: 13-km-Neujahrslauf. 10.30 Uhr: 1-km-Kinderlauf.

Start und Ziel Schultredde in Sandkrug.

Nummern/Nachmeldung Startnummer-Abholung am Samstag von 11 bis 13 Uhr sowie am Sonntag ab 7.30 Uhr in der Sporthalle an der Schultredde. Zu diesen Zeiten sind hier auch Nach- und Ummeldungen möglich.

Strecke Die 13-Kilometer-Strecke ist ein Rundkurs mit Wald- (leicht wellig) und Asphalt­wegen (eben). Die 5-Kilometer-Strecke führt in einer Runde durch den Wald, der Kinderlauf über eine kleine Runde durch den Wald. Bei widrigen Bedingungen wird ausschließlich auf befestigten Straßen gelaufen.

„An Witterungsbedingungen habe ich hier schon alles erlebt. Da ist es jedes Jahr spannend, wie das Wetter diesmal wird. Besonders gut erinnere ich mich an 2010“, erzählt Jeske. Samstags beim Abholen der Startunterlagen seien die Streckenverhältnisse noch gut gewesen – am nächsten Morgen lag nicht gerade wenig Schnee. „Aber der Veranstalter hat das Jahr für Jahr immer gut durchgezogen und sehr flexibel reagiert, wenn es nötig war wie 2011 oder im Vorjahr als der Streckenverlauf kurzfristig verändert werden musste“, meint Jeske und ergänzt: „Man merkt, dass der ganze Ort hinter dem Lauf steht.“

Zur Leichtathletik kam Jeske als Zwölfjähriger über den damaligen DSC-Trainer Peter Maurer, der in der Schule eine Talentsichtung machte. Sprint und Weitsprung waren Jeskes Disziplinen. Fünf Jahre lang blieb er dem DSC treu und errang mehrere Bezirksmeistertitel mit der Sprintstaffel. Mit dem Beginn der Berufsausbildung war aber erst einmal Schluss mit der Leichtathletik.

Erst als Jeske 1980 zur Bundeswehr kam, fing er wieder an: „Der jährliche Soldatensportwettkampf war Pflicht für uns, so dass ich wieder mit dem Leichtathletik-Training begonnen habe.“ Richtig ins Wettkampfgeschehen griff er jedoch erst wieder ein, als er 1986 nach Meßstetten auf der Schwäbischen Alb versetzt wurde: „Allerdings nicht auf der Bahn, sondern bei 5-Kilometer-Volksläufen.“

Als er 1996 zurück nach Oldenburg kam, folgte Jeske seinem Bundeswehr-Kumpel Horst Frense zum VfL, für den er bis heute aktiv ist. In den folgenden Jahren verlängerte er nach und nach seine Wettkampfdistanzen bis hin zum Marathon. 1998 feierte er in Hamburg sein Debüt über die 42,195 Kilometer.

Als er bei einem Wettkampf für den VfL wieder einmal auf der Tartanbahn startete, merkte er, dass er auf diesem Untergrund besser aufgehoben war als auf der Straße. Im Jahr 2000 nahm er erstmals an einer Senioren-Landesmeisterschaft teil.

Seit einem Jahr bekleidet er in Oldenburg nun die Position des Seniorenwarts. „Das ist sicherlich noch ausbaufähig – ich möchte das Amt in Zukunft ein bisschen mehr mit Leben füllen“, erzählt Jeske und hofft, die Senioren-Leichtathletik in der Stadt noch ein wenig nach vorne bringen zu können. „Als Fernziel wünsche ich mir irgendwann ein Senioren-Sportfest in Oldenburg“, sagt er: „Ansonsten sehe ich mich als Ansprechpartner für alle Seniorensportler in der Stadt.“

Heute findet man Jeske auf allen Bahndistanzen zwischen 100 und 5000 Meter. Auch bei den Landesmeisterschaften im Fünfkampf ist er ein regelmäßiger Gast. Hinzu kommt ab und an ein Volkslauf – zwei sind für ihn Pflicht: Beim Emder Stundenlauf und bei der Sandkruger Schleife macht er immer einen Haken.

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