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OLDENBURG National, kontinental, international: Die drei Mannschaften, die an diesem Mittwoch im Rahmen der Wahl der Oldenburger „Sportler des Jahres 2011“ vorgestellt werden, haben die Stadt im vergangenen Jahr gegen Rivalen aus dem In- und Ausland hervorragend repräsentiert. Mit starken Auftritten verdienten sich sowohl die Bundesliga-Basketballer der EWE Baskets, als auch der Junior-Doppelvierer des ORVO und das Judo-Kata-Team von der SG SWO/Polizei SV jeweils ihre Nominierung.

Training in Japan

Für den Erfolg ist den Judoka Sei Kam Chow und Sebastian Frey keine Distanz zu lang. Neben den Trainingseinheiten im Verein nutzt Trainer Kurt Teller auch die Möglichkeit, mit seinen Athleten in den Sommerferien in Japan zu trainieren. „In der Geburtsstätte des Judo, am Kodokan in Tokyo, wird unter Anleitung japanischer Kata-Spezialisten eine Woche lang täglich Kata geübt – im japanischen Hochsommer eine sehr schweißtreibende Angelegenheit“, erzählt Teller, der das Team 2003 zusammengestellt und in der Wettkampf-Kata „Katame no kata“ geschult hat.

Nachdem Sei Kam Chow und Sebastian Frey 2005 erstmals und seitdem sieben Mal in Folge die Landesmeisterschaften gewonnen sowie seit 2009 auch auf Bundesebene immer Platz eins belegt hatten, gelang 2011 der ganz große Wurf. Die Juristin, die schon seit 35 Jahren Judo betreibt, und der Polizeibeamte (seit 20 Jahren aktiver Judoka) setzten sich bei der EM in Prag gegen die gewohnt starken Teams aus Italien und Spanien durch und holten Gold in der Hauptklasse. Dem folgte am nächsten Tag Silber in der offenen Klasse.

„Erstmals seit Bestehen der Kata-EM überhaupt hat damit ein Team für den Deutschen Judo-Bund einen Titel erringen können“, erklärt Teller, dessen Schützlinge sich seit 2007 (damals gelang Platz fünf bei der EM, in den folgenden Jahren Platz vier und drei) auf internationaler Ebene in der Spitzengruppe mehr als etabliert haben. „Das erfordert aber auch ein fast ganzjähriges Techniktraining auf hohem Niveau“, so Teller.

Europäische Showbühne

Das Jahr 2011 war bei den EWE Baskets durch einen erneuten Umbruch, die nächste Teilnahme an den Playoffs um die Deutsche Meisterschaft und einen erfolgreichen Auftritt in der Eurochallenge gekennzeichnet. Nachdem 2010 das Team komplett umgekrempelt worden war, schaffte es die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic dennoch wieder unter die besten acht Teams der Liga. Im Playoff-Viertelfinale wurde Rekordmeister Alba Berlin lange und hart Paroli geboten. Das fünfte Spiel in Berlin brachte die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.

Mit frischen Kräften ging es nach der Sommerpause voller Hoffnung in die neue Saison – die Zugänge versprachen Spiele auf hohem Niveau. In der Bundesliga zeigten dies die Spieler nur gelegentlich. Mehr Freude machten ihnen augenscheinlich die Auftritte in der Eurochallenge. Was Bobby Brown, Ronnie Burrell und Kapitän Rickey Paulding in der ersten Gruppenphase gegen das spanische Spitzenteam Fuenlabrada, Norrköping aus Schweden und Nitra aus der Slowakei boten, war Basketball-Unterhaltung der besseren Art. Es wurde gezaubert, gepunktet und in allen sechs Spielen gesiegt.

Starker Zusammenhalt

Nur wenig Zeit, um sich aufeinander abzustimmen, brauchten die Athleten des Junioren-Doppelvierers. Christoph Schön, Magnus Hudalla, Tobias Hinrichs und Steffen Icken sind zwar alle in der Kinderruderabteilung des ORVO groß geworden, sitzen aber aufgrund unterschiedlicher Geburtsjahrgänge erst seit 2011 in einem Boot.

Unter der Regie von Trainer Steffen Oldewurtel und mit Steuermann Tom Hinrichs war das Team aber gleich erstaunlich erfolgreich. „Die Tatsache, dass die Mannschaft nur wenige Wochen Vorbereitungszeit hatte, konnte durch einen besonderen Zusammenhalt kompensiert werden“, lobt ORVO-Vorsitzender Ulrich Pohland.

Die Mannschaft erkämpfte sich bei den Landesmeisterschaften den Sieg und zeigte sich zudem bei regionalen und überregionalen wie auch international besetzten Regatten erfolgreich. „Im Rudersport sind Erfolge in reinen Vereinsmannschaften selten geworden“, erklärt Pohland und ergänzt: „Das besondere Gefühl, für seinen Heimatverein zu siegen, zeichnet diesen Erfolg für die Sportler aus.“

Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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