Henstedt-Ulzburg Einen hart erkämpften 20:19 (13:8)-Sieg haben die Drittliga-Handballerinnen des VfL II am Samstag beim SV Hen­stedt-Ulzburg gefeiert. In einem bis zur letzten Spielminute spannenden Spiel bekamen die Zuschauer zwei gute Abwehrreihen mit starken Torhüterinnen zu sehen. Wie Kollege Christian Gosch von den Gastgeberinnen zeigte sich Oldenburgs Trainerin Silke Prante wenig zufrieden mit der Chancenauswertung.

„Wir haben vorne zu viel liegen lassen“, meinte die 53-Jährige, deren Team zu Beginn geduldig die Angriffe vorgetragen hatte, während die Schleswig-Holsteinerinnen den schnellen Abschluss gesucht hatten. Zum Erfolg führte zunächst keine der beiden Varianten. Es sollte bis zur 5. Minute dauern, ehe Lina Genz per Tempogegenstoß die VfL-Reserve 1:0 in Front bracht. Danach zogen die Oldenburgerinnen auf 4:1 davon, doch die „Frogs“, wie die Gastgeberinnen genannt werden, profitierten von Fehlpässen und glichen aus.

Nach einer längeren Phase auf Augenhöhe brachten die Einwechslungen von Kim Schilling, die mit ihrer Kreativität für neuen Schwung im Angriff sorgte, und Torhüterin Nele Reese, die mehrere starke Paraden zeigte, die VfLerinnen auf die Überholspur.

„Ich habe erst am Abend vorher erfahren, dass ich für die erkrankte Alex Meyer einspringen sollte. Selten habe ich mich auf ein Spiel so gefreut – das war echt cool, hier vor meinen Freunden und Bekannten spielen zu dürfen“, sagte die Keeperin, die im Sommer aus Henstedt-Ulzburg als Verstärkung fürs Bundesliga-Team des VfL geholt worden war und gegen ihren Ex-Club mehr als die Hälfte aller Bälle, die auf ihr Tor kamen, entschärfte.

Die Oldenburgerinnen setzten sich bis zur Pause auf 13:8 ab, ehe es nach dem Wechsel zum erwarteten Familienduell kam. Lisa Prante, die in diesem Jahr zu den Schleswig-Holsteinerinnen gewechselt war und jetzt wegen einer kleinen Blessur zunächst auf der Bank geblieben war, brachte in der Partie gegen Mutter Silke und Schwester Griet nach ihrer Einwechslung gleich Schwung ins Team. Tor um Tor holten Henstedt-Ulzburg auf und glich zum 14:14 aus. „Taktisch haben die Mädels alles richtig gemacht, aber im Abschluss hat es dann gehapert“, haderte die VfL-II-Trainerin.

Der Fahrlässigkeit im Angriff stand aber eine Souveränität in der Abwehr gegenüber. Die Oldenburgerinnen schlugen bissig zurück. Als die mittlerweile wieder im Tor stehende Julia Neumann kurz vor Schluss einen gefährlichen Wurf entschärft und Manon Schepers 22 Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter zum 20:18 sicher verwandelt, war das Spiel entschieden. „Die Einstellung hat absolut gestimmt“, resümierte Silke Prante strahlend – und tröstete ihre ältere Tochter.

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