Henstedt-Ulzburg Die Kritik der Trainerin des VfL II fiel harsch aus. Sie wählte klare Worte. Adressat war nicht ihr Team, sondern das Schiedsrichter-Gespann. „Wir hätten 120 Minuten spielen können, mit diesen Unparteiischen hätten wir nicht gewonnen“, schimpfte Alexandra Hansel nach dem 21:24 (12:15) ihrer Drittliga-Handballerinnen beim SV Henstedt-Ulzburg.

Dabei boten die Oldenburgerinnen dem Favoriten lange Paroli, wurden aber laut Hansel über 60 Minuten benachteiligt. „Das haben auch die Spielerinnen und Fans aus Henstedt so gesehen“, sagte die Trainerin und lobte ihr Team, das allerdings auch das dritte Rückrundenspiel verlor: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat die Vorgaben sehr gut umgesetzt.“

Beim Gastspiel in Schleswig-Holstein erwischten die VfL-Frauen einen Traumstart. Bereits nach fünf Minuten führten sie mit 5:2 und zwangen den Gegner früh zur ersten Auszeit. Die zeigte allerdings Wirkung. Henstedt-Ulzburg fand in die Partie und drehte den Rückstand rasch in eine 9:5-Führung, ehe Lisa-Marie Fragge die mehr als zehnminütige Torflaute mit dem Anschlusstreffer zum 6:9 beendete (16. Minute).

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„Wir haben zwar die Konzentration etwas verloren, das war aber nicht spielentscheidend“, analysierte Hansel. Auch in dieser Phase habe es fragwürdige Entscheidungen gegeben. Kurioserweise bekam die VfL-Reserve im ganzen Spiel keinen einzigen Siebenmeter zugesprochen. Auch die Trainerin selbst blieb nicht verschont, sondern kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Meckerns, was eine Unterzahl des Teams nach sich zog: „Das darf mir zwar nicht passieren, aber ich bin ein emotionaler Mensch – das Fass ist übergelaufen.“

Zwei Minuten vor dem Ende kam noch einmal Hoffnung auf, als Fragge auf 21:23 verkürzte. Als der VfL II im Tempogegenstoß Katja Berkau in aussichtsreiche Wurfposition brachte, griff ausgerechnet Hansel ein und nahm eine Auszeit im falschen Moment. Die Chance war dahin. „Ich habe nicht mehr aufs Spielfeld geschaut und die Grüne Karte hingelegt. Dafür kann ich mich nur entschuldigen“, räumte die Trainerin ihren Fehler ein. Statt des 22:23 fiel wenig später auf der anderen Seite das 21:24.

VfL II: Rump, Neumann - G. Prante 1, Martens 4, Rußler 1, Frenzel, Kerber, Carstens 1, Fragge 2, Schilling 3, Balthazar 2, Roller 3, Berkau, L. Prante 4.

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