Oldenburg Freunde des gepflegten Handballs kamen bei den Derbys zwischen VfL II und HSG Hude/Falkenburg zuletzt selten auf ihre Kosten. „In Hude waren das meistens richtige Krampfspiele“, verfällt auch Oldenburgs Trainerin Alexandra Hansel nicht gerade in Euphorie. Dennoch ging ihr Team gegen den Rivalen aus dem Landkreis in der Regel als Sieger vom Feld.

Auf dem Papier ist die Ausgangslage auch vor dem Handball-Duell in der 3. Liga an diesem Sonnabend (19 Uhr, Halle am Huder Bach) eindeutig. Der VfL II, mit 17:7 Punkten Tabellendritter, fährt als klarer Favorit zum Schlusslicht (2:22). Alles andere als ein deutlicher Sieg wäre eine Überraschung.

Doch die Gäste lassen Vorsicht walten. Denn schon im Hinspiel Ende September mussten sie bis zum Schluss gehörig um den Sieg zittern. Über weite Strecken lieferten sich die Nachbarn ein spannendes Derby. Erst am Schluss knackten die VfL-Frauen mit hohem Aufwand die offensive HSG-Abwehr und gewannen knapp 24:22. Hude erhielt zwar keine Punkte, aber viel Lob.

Dass das Landkreis-Team bis zum Jahresende alle Partien verlor, überrascht daher ein wenig. Hauptursache ist die lange Verletztenliste. Zuweilen hatte man Mühe, sieben gesunde Spielerinnen aufzubieten. „Die HSG hatte unfassbares Pech“, fühlt Hansel mit ihren Trainerkollegen Thorsten Stürenburg und Werner Bokelmann.

Aufgegeben hat Hude im Kampf um den Klassenerhalt trotz aller Widrigkeiten aber noch lange nicht. Im Gegenteil: Das Team startete gut ins neue Jahr und gewann nach zehn punktlosen Partien in Serie das Kellerduell bei Mit-Aufsteiger Hollenstedt-Wenzendorf zum Auftakt überraschend mit 26:24.

Auch im Gastspiel bei Spitzenreiter Hannover-Baden­stedt hielt die HSG vor einer Woche ordentlich mit und die Niederlage in Grenzen (19:26). Um den Acht-Punkte-Abstand zu Nichtabstiegsplatz neun zu reduzieren, braucht die Mannschaft aber weiter eine enorme Aufholjagd.

Wie immer im Derby kommt es zum Wiedersehen mit ehemaligen Spielerinnen aus Oldenburg. Beide Teams kennen sich bestens. Die im Hinspiel überragende Kea Drewes sowie Janna Müller, Svenja Stapoisky und neuerdings Lisa-Marie Busse gehen statt für den VfL jetzt für den Gegner auf Torjagd. Ihre Motivation, dem Ex-Club, dessen Personallage sich laut Hansel entspannt hat, ein Bein zu stellen, könnte zusätzliche Kräfte freisetzen.

„Wir wollen unseren Schwung aus den vergangenen Spielen mitnehmen“, fordert Hansel jedoch zwei Punkte – unmissverständlich und unverkrampft.

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