Oldenburg 350 Jahre nach der dänischen Regentschaft in Oldenburg darf sich die Stadt Anfang Dezember auf eine erneute, diesmal sicher friedliche und bunte Invasion aus dem nördlichen Nachbarland freuen. Anlässlich der Frauen-WM im Handball werden geschätzte 3000 Fans aus Skandinavien zu den fünf Vorrundenspielen ihres Teams in der Zeit zwischen 2. und 8. Dezember in die Große EWE Arena pilgern.

Ob sie allerdings sechs Tage durchfeiern müssen, wird man erleben, denn dem Oberzentrum mit knapp 170.000 Einwohnern mangelt es immer noch an einer ausreichenden Zahl von komfortablen Schlafplätzen. Es ist ein bekanntes Dilemma, das alle Jahre wieder zum Internationalen Filmfest, großen Sportevents oder Konzerten mit großen Künstlern auftritt.

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Aus diesem Grund werden sich die teilnehmenden WM-Teams aus Dänemark, Russland, Brasilien, Montenegro, Japan und Tunesien in Bad Zwischenahn oder Varel einquartieren, wo sie auch schlafen und trainieren – an den beiden spielfreien Tagen vielleicht sogar Essen gehen und shoppen.

Allein den Funktionären des Internationalen Handball-Verbandes (IHF) sind diese Wege nicht zuzumuten, weshalb sie in Oldenburger Hotels untergebracht werden müssen.

Nach Aussage von Thomas Gerster, Vermarkter des WM-Vorrundenspielorts, sind bislang 4500 Karten verkauft worden. Insgesamt finden in Oldenburg 15 Spiele statt. Tickets werden jeweils für das Nachmittagsspiel und die beiden Abendspiele verkauft. Zudem sind Dauerkarten für alle Spiele und Tageskarten erhältlich.

Dieter Meier, Geschäftsführer der Weser-Ems-Hallen, setzt auf die Strahlkraft, die von diesem Event ausgeht. Rund 330 Veranstaltungen richtet „die Halle“ jährlich auf ihrem Gelände aus. Für ein so großes Veranstaltungszentrum sei es nicht einfach, eine Halle für über eine Woche zu blocken, aber die WM habe „eine überregionale Bedeutung, von der wir auch profitieren werden“.

Sieben Tage lang werden sich Fans aus sechs Ländern von vier Kontinenten in der Stadt tummeln. Die Stadtverwaltung plant einen Empfang für die Teams im Rathaus. Und auch für das Tourismusbüro „ist das imagetechnisch ein Riesenthema“, sagt OTM-Geschäftsführerin Silke Fennemann. „Wir werden unsere Gäste in ihren Sprachen begrüßen und informieren. Wir stehen auch mit unserem Bundesliga-Club VfL im Austausch. Wir lassen uns da noch was einfallen.“

Oliver Schulz Redakteur / Politikredaktion
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