Hamburg Seine Vorbereitung hielt sich in Grenzen. Das musste Michel Dornbusch zugeben. Fünf Tage Urlaub über Silvester und vor dem Regionalliga-Duell seines Oldenburger TeV beim Großflottbeker THGC „auch noch krank“ – viel gespielt habe er also nicht, berichtete der OTeV-Mannschaftsführer. Ursprünglich wäre das kein Problem gewesen, denn Dornbusch sollte in Hamburg zum ersten Mal in dieser Saison aussetzen.

Eine Rückenverletzung von Oldenburgs Nummer eins Stefan Seifert verhinderte diesen Plan jedoch. Dornbusch schlug statt Seifert an Position eins auf, gewann Einzel und Doppel – und der OTeV am Samstagabend mit 5:1.

In der dritten Regionalligapartie dieser Spielzeit war dies zum dritten Mal ein erstaunliches Ergebnis. Nicht nur, weil die Oldenburger nach einem 6:0 und einem 5:1 im Dezember wieder hoch siegten und unangefochten an der Tabellenspitze stehen. Bemerkenswert war die Nervenstärke und Abgebrühtheit der Gäste im Champions-Tiebreak. Vier der sechs Matches gingen in den dritten Durchgang. Alle entschieden die OTeVer für sich. „Das ist ja immer so ein dummer Schnack“, sagte Dornbusch, aber wer auf diese Weise 5:1 gewänne, bei dem laufe „einfach einiges in die eigene Richtung“.

Die Gastgeber holten ihren einzigen Zähler gleich zu Beginn. Ex-Profi Jonas Lütjen bezwang Oldenburgs Lasse Muscheites 6:4, 6:2. Alexander Meyer glich an Nummer vier für den OTeV aus (6:3, 3:6, 10:6 gegen Jason Jeremy Hildebrandt). Und Mattis Wetzel besorgte die 2:1-Führung: Der 30-Jährige setzte sich 6:2, 6:4 gegen Juri Reckow durch.

Im Spitzenspiel verbesserte Dornbusch die Ausgangsposition vor den Doppeln. Der 29-Jährige gewann gegen Frederik Press 3:6, 6:3, 11:9. Beide hätten „richtig gutes Teppich-Tennis gespielt“, sagte Dornbusch: „Als es eng wurde, habe ich wirklich mutig gespielt und mich belohnt.“

„Relativ platt“ seien ihm dann nur 30 Minuten zur Erholung geblieben. „Deshalb habe ich mit Lasse gespielt, weil er einem so viel Energie gibt“, sagte Dornbusch. Zunächst hätten sie die Partie gegen Lütjen/Reckow im Griff gehabt. Nach verlorenem zweiten Satz brachte der Champions-Tiebreak die Entscheidung (6:2, 6:7, 10:2). Wetzel/Meyer mussten ebenfalls in die Verlängerung, behielten gegen Press/Hildebrandt aber die Oberhand (5:7, 6:3, 10:2).

Zur Erholung und zur Vorbereitung auf die nächste Partie hat der OTeV mehr als einen Monat Zeit. Am 15. Februar empfangen sie den TC an der Schirnau. Der Kapitän, der als einziger aus dem Team noch nicht pausiert hat, ist dann erster Kandidat auf einen Platz am Spielfeldrand.

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