OLDENBURG Wenn an diesem Sonnabend das niedersächsische Gerätefinale im Turnen in der Oldenburger Haarenesch-Halle stattfindet, ruhen die Hoffnungen des Oldenburger TB auf zwei Talenten aus der eigenen Jugend. Zwar steht für Tim Harder (14 Jahre) und Daniel Brink (12) noch der Spaß im Vordergrund, wie Trainer Dierk Rademacher klarstellt, hochmotiviert sind sie trotzdem.

Dreimal pro Woche trainieren die beiden Turner. „Das ist eigentlich noch zu wenig, um ganz nach oben zu kommen“, erklärt Rademacher. „Doch für den OTB ist es schon ein großer Erfolg, dass sie es geschafft haben, bis ins Gerätefinale zu kommen.“

Begannen die zwei im Alter von fünf Jahren eher auf Wunsch der Eltern, sind sie nun mit großer Begeisterung dabei. „Geräteturnen ist eben sehr vielfältig. Am Wochenende müssen wir uns gleich auf sechs Geräten präsentieren, das wird nie langweilig,“ so Harder. Ein weiterer Antrieb dürfte auch die gute Atmosphäre unter den Sportlern und im Training sein. „Die Jungs sollen vor allem Freude am Turnsport haben, das ist für uns am wichtigsten“, erläutert der Trainer.

Obwohl die zwei in den letzten vier Jahren durchgehend auf Landesebene aktiv waren, ist das diesjährigen Gerätefinale ein Höhepunkt. Beide freuen sich besonders darauf, nun auch einmal in der Heimatstadt ihr Können zu zeigen. „Dadurch haben wir die Möglichkeit, mehr Jugendliche von unserem Sport zu überzeugen und diese für das Turnen zu begeistern“, so Harder. Trotzdem wollen sie nun natürlich mehr. „Ich möchte mindestens unter die ersten Fünf kommen“, erklärt der zwölfjährige Daniel Brink, der bereits seit sieben Jahren für den OTB turnt. Tim Harder hingegen möchte, nachdem er im vergangenen Jahr schon zwei Medaillen gewann, mindestens in einer Kategorie wieder aufs Treppchen. „Ziel ist auf jeden Fall eine Medaille“, sagt der 14-Jährige. Für beide wird es jedoch nicht einfach, denn es geht gegen hochklassige Konkurrenz. Unter anderem sind Jugendeuropameister Andreas Brettschneider und Vize-Jugendeuropameister Max Wittenberg-Voges beim Turnier in Oldenburg dabei.

„In den letzten Jahren kommen immer mehr Kinder zu uns, die Turnen möchten. Viele finden es toll, hier eine Alternative zu den Ballsportarten zu finden“, beschreibt Rademacher die Situation. Eben deshalb habe er sich auch dafür eingesetzt, dass das Gerätefinale in Oldenburg ausgetragen wird. Die Spitzenleistungen der Sportler sollen die Zuschauer begeistern und ihnen den Turnsport schmackhaft machen. „Wir werden keinen Eintrittspreis verlangen, damit sich jeder die Veranstaltung ansehen kann“, hofft der Trainer auf viele Zuschauer.

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