Frage: Guten Tag Herr Kliche, kurz vor dem Rückrundenstart verabschieden Sie sich aus dem Trainerstab des SSV Jeddeloh. Wollten Sie nicht mehr weitermachen?

Ulf Kliche (48): Ansgar Schnabel und ich hatten uns schon im Herbst darauf geeinigt, dass ich nur so lange beim SSV aushelfe, bis Thomas Schuhknecht wieder einsteigen kann. Ohne diese Absprache wäre ich so kurzfristig auch nicht zum SSV gegangen. Ab jetzt setze ich mich an den Wochenenden auf mein grünes VfL-Oldenburg-Sofa und schaue im fernsehen die Spiele meines Lieblingstrainers Pep Guardiola.

Frage: Wie kam es überhaupt zu Ihrem kurzfristigen Engagement beim SSV?

Kliche: Ansgar und ich sind seit vielen Jahren befreundet. Key Riebau hat beim VfL Oldenburg gespielt, als ich da Trainer war. 2015/2016 war er außerdem mein Co-Trainer und hat mich auch als Trainer vertreten, als ich nach einer Operation das Training nicht leiten konnte. Ich habe dem SSV, Ansgar Schnabel und Key Riebau gerne geholfen

Frage: Wie ist die Zusammenarbeit, wenn man als Co-Trainer mit seinem eigenen ehemaligen Co-Trainer zusammenarbeitet?

Kliche: Key und ich haben ein ganz normales Verhältnis, da gab es überhaupt keine Probleme. Außerdem habe ich ihn ja schon als Trainer beim VfL Oldenburg erlebt. Key war natürlich der Chef. Das war aber auch normal, denn er trägt ja auch die Verantwortung.

Frage: In Jeddeloh ist jetzt Schluss. Wird man Sie in Zukunft bei einem anderen Verein als Trainer sehen?

Kliche: Nein. Ich habe seit dem Ende meiner Tätigkeit beim VfL gemerkt, dass mir die tägliche Trainingsarbeit nicht mehr fehlt. Deshalb hatte ich ja auch im Sommer 2016 aufgehört. Ich wollte einfach mehr Zeit für andere Dinge haben. Ich war gut 30 Jahre lang erst als Spieler und dann als Trainer fast jedes Wochenende auf dem Fußballplatz. Außerdem beschäftigt man sich als Trainer in der Oberliga oder Regionalliga jeden Tag mit seiner Mannschaft.

Frage: Wenn man so wie Sie 30 Jahre im Fußball aktiv ist, kann man dann überhaupt ohne Fußball?

Kliche: Ich bleibe dem Fußball verbunden. Ich bin in Oldenburg Lehrer an einer Oberschule und leite da einen Wahlpflichtkurs im Sport. Wir erklären Achtklässlern, wie sie fünf- bis sechsjährige Jungen und Mädchen trainieren. Auch das ist zeitaufwendig.

Frage: Wo werden Sie sich zukünftig Spiele ansehen?

Kliche: Ich habe mir in den letzten Monaten einige Oberligaspiele des VfL angesehen. In Zukunft werde ich mir sowohl Spiele meines VfL, aber auch Partien des SSV anschauen.

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