OLDENBURG „Das Fußballspielen“, sagt Torsten Fröhling auf dem hartgefrorenen Boden des VfB-Trainingsplatzes, „macht bei solchen Bedingungen eigentlich überhaupt keinen Spaß“. Dennoch hatte der Trainer des Oldenburger Fußball-Oberligisten Freude beim Auftritt seines Teams am Donnerstagabend gegen den klassenhöheren Regionalligisten SV Wilhelmshaven. Mit 2:2 (0:2) endete der letzte Test vor dem ersten Punktspiel im neuen Jahr. An diesem Sonntag (14 Uhr, Marschwegstadion) trifft der VfB auf den VfV Hildesheim.

Fußball spielen wird der VfB am Sonntag allerdings nur, wenn die Wetterbedingungen annähernd so bleiben. Fröhling will es nehmen, wie es kommt. Einerseits sieht er seine Mannschaft auf einem guten Weg: „Wir haben die Qualität erhöht, gut gearbeitet und sind als Team zusammengewachsen.“ Die Personalprobleme belasten die VfB-Verantwortlichen trotz der Winter-Verpflichtungen Ole Hengelbrock (VfB Lübeck), Benedetto Muzzicato (FC Oberneuland) und Michael Thöne (VSK Osterholz-Scharmbeck) aber weiterhin.

Die Liste der Ausfälle wird nicht kürzer: Manuel Schicke laboriert an einer Entzündung, Tim Petersen hat Grippe. „Manche verletzen sich noch nachts“, sagt Fröhling mit einer Portion Galgenhumor.

Der Schuh drückt besonders im Angriff. Bis Freitag hatte Fröhling sogar einen längeren Ausfall seines Torjägers Tim Schwarz (neun Tore bei zwölf Einsätzen) befürchtet. Nach einer Kernspin-Untersuchung am Freitag kann eine schwerwiegende Verletzung ausgeschlossen werden. „Wenn wir ganz viel Glück haben, kann er am Sonntag sogar spielen“, sagt Fröhling.

Andreas Bitter kann das nicht mehr. Im Winter war der Stürmer gerade eine Woche im Training, bis er erneut aussetzen musste. Jetzt wurde ein Knorpelschaden beim 23-Jährigen festgestellt. Er wird monatelang, vermutlich sogar ein ganzes Jahr, ausfallen.

Den freiwerdenden Platz könnte ein A-Jugendlicher nutzen: Der erst 18-jährige Marco Schultz verwertete gegen Wilhelmshaven zunächst aus kurzer Distanz und narrte dann den am Ball vorbeispringenden Ex-Oldenburger Torwart Christian Meyer mit einem Heber vor dem Ausgleich. „Er bringt alles mit, macht einen soliden und vernünftigen Eindruck“, sagt Fröhling: „Ich hätte ihn schon gegen Meppen auf dem Zettel gehabt, wenn die Partie nicht ausgefallen wäre.“

Festlegen will sich Fröhling erst am Sonnabend. Auch in der Torwartfrage, in der Mansur Faqiryar am Donnerstag als Punktsieger im Duell mit Jonas Gottwald hervorging.

Sicher ist wohl: Gegen Hildesheim benötigt der VfB seine bestmögliche Mannschaft. Mit 22 Punkten aus nur 14 Partien steht der VfV, der das Hinspiel mit 0:2 verlor, mit seinem Trainer Andreas Golombek kaum schlechter da als Oldenburg (27 Punkte, 16 Spiele).

Fröhling erwartet einen „spielstarken“ und gegen den VfB hochmotivierten Gegner. „Gegen uns geben alle Gas, das habe ich jetzt auch kennengelernt. Doch wir wollen gut aus den Startlöchern kommen, wir wollen unbedingt gewinnen.“

In diesem Fall würden ihn auch die Bodenverhältnisse nicht mehr stören.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.