Haarentor Männer hätten eine andere Geschwindigkeit drauf, sie seien „voll technisch beladen, fahren verbissener“ und seien somit mehr als viele Frauen auf Erfolg aus. Diese Argumente nennen die Freizeitsportlerinnen, die sich an dem Rennradtraining beteiligen, das der Radsportclub (RSC) Oldenburg seit neustem anbietet. Es richtet sich ausschließlich an Frauen: an interessierte Anfängerinnen, aber auch an erfahrene Rennradfahrerinnen, die gern mit anderen Frauen trainieren.

Jeden Dienstag um 18.30 Uhr treffen sie sich an der Universität Oldenburg, Campus Haarentor, beim Sporttrakt. Das Rennradtraining ist kostenlos und jede bringt ihr eigenes Rennrad mit. Christiana Adamczyk leitet die Gruppe an. 50 bis 60 Kilometer werden stets erfahren – in zwei Stunden. Die Altersstruktur ist gemischt: Mutter und Tochter radeln hier zusammen, Studentinnen – bis hin zur Generation 50plus.

Durch das gegenseitige Anspornen mache es in einer Gruppe einfach mehr Spaß, erzählen sie. Wer vorne als Erste fährt, wird aber immer abgewechselt. Durch bestimmte Handzeichen wird entweder auf Schlaglöcher aufmerksam gemacht oder gezeigt, ob man rechts oder links abbiegen muss. Auch zum Bremsen wird die Hand als Signal gehoben. Die Handzeichen werden von der jeweiligen Hinterfrau wiederholt, bis das Kommando auch bei der letzten Fahrerin angekommen ist. Die Frauen verstehen sich also auch allein durch Gesten.

Außerdem fahren Rennradfahrerinnen am liebsten auf abgelegenen, asphaltierten Strecken. Durch die Gruppenleiterin lerne man neue und interessante Rennradstrecken kennen und könne sich während des Trainings auf das Fahren konzentrieren, müss eben nicht darauf achten, dass der richtige Weg eingeschlagen wird, sagen sie. Alle Teilnehmerinnen sind begeistert und mit viel Enthusiasmus dabei.

Getratscht wird natürlich auch. „Aber über andere Themen als mit Männern“, verraten sie. Einige Frauen sagen auch, dass man bei einer gemischten Gruppe mit Männern schneller lerne und selbst mehr an seine Grenzen gehe. Auf der anderen Seite fehle einem dort das Quatschen, und es sei insgesamt langweiliger. Mitradlerin Silke Lorenz sagt: „Die Frauengruppe schafft besonders Anreiz bei Anfängerinnen.“

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