OLDENBURG OLDENBURG - Geballte Erfahrung bei den Platzherren trifft auf jugendlichen Elan, mitunter Leichtsinn – wie zuletzt beim völlig überflüssigen 2:2 zu Hause gegen Germania Leer, als sich die Niedersachensliga-Fußballer vom VfL Oldenburg durch mangelnde Cleverness innerhalb von fünf Minuten leichtfertig den sicher geglaubten Sieg noch entreißen ließen. Unter diesem Motto steht das heutige Auswärtsspiel der Grün-Weißen beim zu Hause noch unbesiegten Tabellenvierten BSV Rehden (16 Uhr).

„Natürlich war ich ziemlich angefressen, weil man den Sieg in einem solchen Sechs-Punkte-Spiel nicht so einfach aus der Hand geben darf, aber man muss eben auch sehen, dass unser Durchschnittsalter ohne Wegmann, Goch und Kliche deutlich gesunken ist“, setzte VfL-Coach Frank Claaßen unter der Woche eher auf Zuckerbrot als auf Peitsche. Dennoch wurden Defizite im Abschluss („Da waren einige zu eigensinnig, während Ferrulli zurzeit das Pech an den Fußballschuhen klebt“) und im Zweikampfverhalten („Die Jungs spielen mir noch zu brav“) genau angesprochen.

„Besonders gegen eine abgezockte Truppe wie Rehden muss man sich auch mal eine Gelbe Karte holen, ich will hier ja nicht den Fairness-Pokal gewinnen“, fordert Claaßen eine forschere Gangart. Während der neue Abwehrriegel um Übergangslibero Nico Petrillo und die Manndecker Ralf Zosel und Manuel Schicke weiter das Vertrauen genießen, deuten sich diesmal im offensiven Bereich Veränderungen an – zumal die Variante mit dreieinhalb Stürmern zuletzt auswärts zweimal nicht fruchtete.

Sollte der wieder genesene Thomas Goch die abschließende Trainingseinheit gut überstehen, ist er im Mittelfeld gesetzt. Das trifft auch auf Torwart Thomas Wegmann nach seiner achtwöchigen Zwangspause (Schultereckgelenksprengung) zu. „Wenn er absolut gesund ist, spielt er“, sagt Claaßen. Dafür würde Lutz Schwarzkopf auf die Ersatzbank rücken.

„Ansonsten setzen wir wieder auf Tempofußball, der liegt den Rhedenern nämlich nicht“, weiß Claaßen. Bei den Gastgebern gelte es, vor allem auf den torgefährlichen Jan Egbers (6 Treffer) und das Sturmduo Giovanni Esposito und Marc Pallentin zu achten. Und darauf, dass ein Spiel 90 und eben nicht nur 85 Minuten dauert.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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