Kanupolo
Kontaktsport mit Booten

Im Oldenburger Yachtclub fand am Wochenende der dritte Kanupolo-Hunte-Cup statt. Zehn Mannschaften traten gegeneinander an, darunter erstmals ein Team aus England.

Bild: Sascha Stüber
Das Runde muss ins Eckige: Beim Kanupolo hängt das Tor allerdings zwei Meter über dem Wasser. Zehn Teams aus Norddeutschland und England jagten beim Hunte-Cup dem bunten Ball hinterher.Bild: Sascha Stüber
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Auf Kollisionskurs: Im Kampf um den Ball wird oft versucht,das Kanu des Gegners wegzuschieben.Bild: Sascha Stüber
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Eversten Wasser spritzt, Kanus drängen dicht aneinander, schwarze Paddel im Wasser und in der Luft, dazwischen ein bunter Ball - Es wird Kanupolo gespielt! Und zwar kein gewöhnliches Spiel. Vergangen Samstag und Sonntag fand im Oldenburger Yachtclub in Eversten der dritte Kanupolo-Hunte-Cup statt.

Zehn Mannschaften aus Hannover, Münster, Hamburg, Aurich, Berne und Oldenburg traten gegeneinander an. Eine Besonderheit: Zum ersten Mal war auch ein Team aus Manchester (England) dabei. Aus Oldenburg gingen zwei Teams an den Start: Das „Hunterudel“ und die „Huntefighter“.

Es wird in „Mixed Teams“ gespielt, erzählt Tammo Hausin, Vereinsmitglied seit neun Jahren. Das bedeutet, es muss immer mindestens eine Frau oder ein Mann auf dem Spielfeld sein. Auch das Alter ist innerhalb der Gruppen gemischt.

Keine feste Position

Eine Mannschaft besteht aus fünf aktiven Spielern sowie drei Austauschspielern, die jederzeit eingewechselt werden können. Feste Positionen gäbe es nicht, jeder Spieler könne jede Position während des Spiels einnehmen. Das gelte auch für den Torwart. Derjenige Spieler, der unter dem Tor (dieses hängt circa zwei Meter über der Wasseroberfläche) sein Paddel ausgestreckt hochhält, sei für den momentanen Spielzug Torwart. Dieser dürfe unter keinen Umständen berührt werden. Auf beiden Uferseiten der Hunte steht jeweils ein Schiedsrichter und achtet darauf, dass alle Regeln eingehalten werden. Der Polo-Ball dürfe mit den Händen und dem Paddel gespielt werden. Die Spieler versuchen, ihren jeweiligen Gegner wegzuschieben und mit der eigenen Kanuspitze unter das Kanu des Gegners zu kommen. So entsteht eine leichte Schaufelbewegung und nicht selten dreht sich das Kanu um 180 Grad, so dass der Spieler mit dem Kopf nun unter Wasser ist. Mit einer sogenannten „Eskimo-Rolle“, die ein paar Übungsstunden bedürfe, kann sich der Spieler mitsamt des Kanus wieder zurückdrehen. Starke Muskelarbeit und Körperspannung ist hier gefragt. Überhaupt erfordere der Kanusport viel Rumpf,- Bauch- und Armarbeit. Gelingt die Rolle nicht von allein, helfen die Spieler sich natürlich schnellmöglich gegenseitig. Geht es bei allem Kampfgeist doch schließlich vor allem um Fairness und Spaß.

Derby im Halbfinale

Im ersten Halbfinale spielten die beiden Oldenburger Teams gegeneinander 3:3. Erst In der Verlängerung erzielte das „Hunterudel“ das rundenentscheidende Tor und stand am Sonntagmittag der ersten Mannschaft aus Berne gegenüber. Im Finale stand es nach der regulären Spielzeit 1:1. In der Verlängerung machte Oldenburg dann das Golden Goal und entschied die Partie dadurch mit 2:1 für sich.

Die „Huntefighter“ mussten sich im Spiel um den dritten Platz in letzter Minute den Münsteranern mit 3:4 geschlagen geben. Die Oldenburger verloren in der Unterzahl, weil ein Spieler nach einem Foul in der 18. Minute eine rote Karte bekam.

Insgesamt waren die Oldenburger Teams mitsamt Familien und Freunde zufrieden mit dem Turnierverlauf und den Platzierungen.

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