Erfurt Die Hoffnung auf eine Medaille hat sich für Hans Jürgen Lay bei seiner ersten Teilnahme an einer Deutschen Seniorenmeisterschaft gleich doppelt erfüllt. Der Leichtathlet vom Bürgerfelder TB sicherte sich bei den Hallen-Titelkämpfen im thüringischen Erfurt in der M-35-Klasse Weitsprung-Gold sowie Silber über 60 Meter.


6 Konkurrenten distanzierte Lay im Endlauf des Sprintwettbewerbs mit einem Blitzstart so weit, dass sie ihn nicht mehr einholen konnten. Im Duell der besten Acht um den Titel hatte der Oldenburger mit seiner Zeit von 7,50 Sekunden nur gegen den überragenden Patrick Hagge (LC Lübeck) keine Chance. Dieser verteidigte in 7,24 Sekunden erfolgreich seinen Titel. Dritter wurde Martin Tornau (Schalke 04, 7,55) vor Jens Beintken (SV Friedrichsfehn, 7,65). Lay hatte schon in seinem Vorlauf, den er mit der insgesamt zweitbesten Zeit in 7,50 Sekunden gewann, angedeutet, dass es mit einer vorderen Platzierung klappen könnte. „Ich wollte eigentlich nur ins Finale kommen, das hätte mir schon gereicht“, verriet Lay: „Dass es dann sogar Platz zwei wird, da habe ich nicht mit gerechnet.“

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2 gültige Versuche, die zum Titel gereicht hätten, legte Lay im Weitsprung hin. In seiner Paradedisziplin hatte er zuerst einen ungültigen Versuch, schaffte dann aber mit 6,33 Metern die Siegerweite. Auch sein zweitbester Sprung von 6,22 Metern hätte Gold bedeutet. Silber und Bronze holten Florian Spieler (LG Hof, 6,13) und Beintken (6,00). „Ich wollte schon mindestens Dritter werden – das habe ich wohl geschafft“, meinte Lay mit einem Augenzwinkern.

3Hundertstelsekunden fehlten M-40-Starter Michael Hollmann im 60-Meter-Wettbewerb zu einer Medaille. Der VfLer war im Vorlauf schnell unterwegs und qualifizierte sich mit 7,56 Sekunden als Zweitbester für das finale Duell. Diese Zeit hätte da auch Silber bedeutet, doch der Oldenburger musste sich in 7,68 Sekunden mit Rang vier begnügen. Besser waren Jochen Gippert (TV Herkenrath, 7,07), Sandro Kubitza (LSV 1971 Ilmenau, 7,59) und Hendrik Scholle (SC Herford, 7,65).

6 Zentimeter landete Stefan Gimmy im Weitsprung der M-55-Klasse hinter dem Bronzerang. Der BTB-Athlet erzielte seine Bestweite von 5,30 Metern im vierten Durchgang, hatte noch Sprünge von 5,26 Metern und 5,21 Metern in seiner Serie, aber wie Hollmann etwas Pech. Ralf Berlin (LG Altmark, 5,36) war etwas besser. Den Sieg sicherte sich Axel Dimmel (Bayer Leverkusen, 5,52) vor Holger Elfert (ABC Ludwigshafen, 5,43). Im 60-Meter-Sprint reichten die 8,36 Sekunden von Gimmy wie die 8,30 Sekunden seines Vereinskollegen Pierre Wirth nicht für eine Endlaufteilnahme.

0Sprünge brachte Jan Hiller im Hochsprung der M-45-Kategorie in die Wertung. Für den BTB-Routinier, der in den Jahren zuvor eigentlich immer auf vorderen Rängen zu finden war, endete der Wettkampf, ehe er richtig begonnen hatte. Schon bei seiner Einstiegshöhe musste Hiller direkt verletzungsbedingt die Segel streichen und war damit der ganz große Pechvogel des kleinen Oldenburger Teams.

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