Wenn ein Trainer nur vier Monate nach seiner Inthronisierung wieder abdanken muss, kann es wohl nur ein großes Missverständnis gewesen sein.

Als Kristian Arambasic im Sommer den Posten übernahm, trat er ein schweres Erbe an. Vorgänger Alexander Nouri hatte es geschafft, eine Mannschaft zusammenzustellen, die von einem überragenden Teamgeist auf Platz drei getragen wurde.

Nachdem auch zahlreiche Leistungsträger den Verein verlassen hatten, ist es Arambasic nicht gelungen, aus den verbliebenen Spielern und den Zugängen seiner Wahl eine Einheit zu formen. Ganz im Gegenteil: Immer wieder gab es Disharmonien, Grüppchenbildung und Zwist.

Dass Arambasic nicht der Wunschkandidat aller Beteiligten war, wurde zuletzt immer deutlicher. Ohne passende Ergebnisse fehlten ihm die Argumente. Zudem befeuerte er die Zweifel an ihm durch unpopuläre Entscheidungen. Dass er Identifikationsfiguren wie Co-Kapitän Nils Laabs oder Torwart-Trainer Harald Witt vorübergehend oder ganz aus dem Team verbannte, stieß auch in der Fanszene übel auf.

Aus dem Umfeld heißt es, dass von Sponsorenseite das Zudrehen des Geldhahns angedroht wurde, wenn Arambasic das Zepter in der Hand behält. Die kleine Euphorie, die die vergangene Saison beim VfB ausgelöst hatte, wurde abgewürgt. Predrag Uzelac ist hoffentlich der richtige Mann, um das Feuer im Team und in der Stadt wieder zu entfachen.

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