Not macht erfinderisch: Die Vergesslichkeit des ehemaligen VfB-Trainers Kristian Arambasic (39), der inzwischen beim Bremer Verbandsligisten FC Oberneuland an der Seitenlinie steht, hätte den Oberliga-Fußballern des VfL fast ein Wochenende ohne Testspiel beschert. „Ich hatte so eine Ahnung und habe Kristian am Freitagabend noch eine Nachricht geschrieben, um sicher zu gehen“, erzählt VfL-Coach Dario Fossi (36): „Er rief mich sofort an und sagte mir, dass er das Spiel vermasselt habe.“ Um allen Mannschaften Spielpraxis zu ermöglichen, verabredeten Fossi, Arambasic und Lasse Otremba (26), der mit seinen A-Junioren vom JFV Nordwest am Samstag gegen den Bremer FCO testen wollte, telefonisch ein Blitzturnier auf dem Kunstrasen an der Maastrichter Straße.

Bei dem Kräftemessen der drei Teams am Sonntag zeigte VfL-Stürmer Kai Schröder (27), dass er eine Verstärkung für den Oberligisten sein kann. Der Angreifer, der in diesem Sommer nach zwei Jahren bei Bezirksligist TuS Obenstrohe zurückgekehrt war, unterstrich eindrucksvoll, dass der das Toreschießen nicht verlernt hat. Er erzielte alle drei Treffer bei den Siegen gegen Oberneuland (1:0) und JFV (2:0). In seinen beiden Oberliga-Jahren beim VfL hatte Schröder in 39 Spielen 14 Tore erzielt. „Kai war da, wo ich einen Stürmer bei unseren Angriffen erwarte – er ist im Strafraum zum Ball gegangen“, lobte Fossi. Ein Wiedersehen gab es mit Ex-VfLer Gabriel Bierre (19), der jetzt für den FC Oberneuland stürmt. Der Angreifer besiegelte im Auftaktspiel des Turniers mit seinen beiden Toren die 2:4-Niederlage des JFV gegen die Bremer.

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Mit einem Spionage-Auftrag in der Tasche saß derweil Predrag Uzelac am vergangenen Mittwoch auf der Tribüne des Marschwegstadions. Der 51-Jährige, der direkt nach Arambasic von Oktober 2014 bis September 2015 als Cheftrainer der Regionalliga-Fußballer des VfB gearbeitet hatte und seit einiger Zeit Chefscout der Würzburger Kickers ist, schaute sich das Landespokal-Duell seines Ex-Clubs gegen den SV Meppen an, um möglichst viele Infos für den Drittliga-Auftakt bei den Emsländern zu sammeln. „Wir wollen ihr Spielsystem kennenlernen, damit wir wissen, was am Samstag auf uns zukommt“, sagte Uzelac und wirkte sichtlich entspannt („Mir geht’s gut.“).

Die Meppener hatten ihre Stärken bei der 0:2-Pleite in Oldenburg aber so gut versteckt, dass Uzelac dem neuen Kickers-Cheftrainer Stephan Schmidt (40) wohl nicht viele besorgniserregende Erkenntnisse übermitteln konnte. Letztlich musste sich der Zweitliga-Absteiger aus Unterfranken beim Aufsteiger aus dem Emsland mit einem 2:2 begnügen. Franko Uzelac (22), Sohn des ehemaligen VfB-Trainers und vor einem Jahr aus Oldenburg nach Würzburg gewechselt, saß dabei 90 Minuten auf der Bank.

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