Bürgerfelde Der VfL Oldenburg hat sich im vergangenen Jahr wieder mächtig angestrengt, sowohl auf dem sportlichen Parkett als auch auf der finanziellen Ebene. Mit einem ausgeglichenen Haushalt wurde das Jahr abgeschlossen. Einfach sei das aber nicht gewesen, informierte VfL-Präsident Günther Bredehorn in der Jahreshauptversammlung.

Vor allem die Unterhaltung der vereinseigenen Anlagen stelle den Verein immer wieder vor große Probleme, sagte Bredehorn. So müsse aktuell nach mehr als 40 Jahren der Hallenboden in der Robert-Schumann-Halle erneuert werden. „Eine reine Finanzierung über Mitgliedsbeiträge ist kaum möglich, da Vereine mit vereinseigenen Anlagen schon jetzt höhere Beiträge als Vereine ohne vereinseigene Anlagen nehmen müssen“, erklärte der VfL-Präsident.

In diesem Zusammenhang wies er auch darauf hin, dass die zurzeit diskutierte Änderung der Sportförderrichtlinien keinesfalls zu einer Kürzung der Sportförderung führen dürfe. „Gerade als Verein mit vereinseigenen Anlagen kann man ohne Unterstützung der Stadt die in die Jahre gekommenen Hallen nicht instand halten.“

Frauen holen Pokal

Sportlich gesehen war das Jahr 2012 für den VfL sehr erfolgreich. Als einen der Höhepunkte nannte Bredehorn den Triumph der Handballfrauen, die zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Pokalsieger wurden. Auch hob der Präsident die weibliche Handball-A-Jugend hervor, die bei den Deutschen Meisterschaften auf Platz drei kam.

Im Fußball sei der Aufstieg der B-Jugend in die Bundesliga der absolute Höhepunkt gewesen, sage Bredehorn. Mit 26 Jugendmannschaften von der Kreisliga bis zur Bundesliga habe der VfL in Anzahl und Leistungsbreite eine Ausnahmestellung in der Region inne. Bekannteste Leichtathletin sei die VfL-Läuferin Ruth Spelmeyer, die inzwischen in der Disziplin über 400 Meter sogar zur Spitze in Deutschland zähle.

„Insgesamt ist der VfL Oldenburg ein Verein mit einem breiten Angebot in allen Leistungsbereichen und für alle Altersgruppen“, betonte Günther Bredehorn. Ein besonderer Dank gelte den zahlreichen ehrenamtlichen Trainern und Mitarbeitern, ohne die das vielfältige Angebot überhaupt nicht möglich sei.

Auch die Mitgliederzahl im VfL hat sich weiterhin positiv entwickelt. Besonders nannte Günther Bredehorn in diesem Zusammenhang den guten Start der im vergangenen Jahr gegründeten Abteilung American Football. 1654 Mitglieder zählt der Verein im Moment. Großen Wert legt man laut Bredehorn auf die Jugendarbeit. So seien 50 Prozent der Mitglieder Kinder und Jugendliche.

Bei den anstehenden Wahlen wurden die Vorstandsmitglieder Astrid Huntemann, Enno Cording, Rainer Bartels und Franz Norrenbrock in ihren Ämtern bestätigt. Für zwei weitere Jahre wurde Günther Bredehorn als Präsident wiedergewählt. Nach bislang 14-jähriger Amtszeit wollte er eigentlich nicht wieder kandidieren. Doch als sich kein Nachfolger fand, erklärte er sich bereit, noch für zwei Jahre weiterzumachen. Er kündigte jedoch an, dass dann endgültig für ihn als Präsident Schluss sei.

Mitglieder geehrt

Ehrungen standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Karl-Heinz Orthmann, Helga Schmidt und Heinz Steinbrenner wurden für ihre 65-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, Helga Olschewski für 60 Jahre und Bernt Thole für 50 Jahre. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Johann de Buhr, Steffen Janßen, Jens Krey, Doris Meyer, Michael Plätzer, Reinhard Schwarz und Axel Siemenroth.

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